Max Meyer macht gegen Werder sein drittes Saisontor
Max Meyer macht gegen Werder sein drittes Saisontor
Bundesliga

Max Meyer: "Gegen Dortmund holen wir die drei Punkte"

Gelsenkirchen – Fast hätte sein Tor dem FC Schalke 04 den Sieg gegen Werder Bremen beschert – hätten die Gastgeber nicht noch in der Nachspielzeit den unglücklichen Ausgleich kassiert (Spielbericht).

"In der Tabelle ist nichts passiert"

Nach der Partie überwog bei den Knappen daher die Enttäuschung über die vergebenen Punkte. Im Interview erklärt Max Meyer, warum Königsblau dennoch optimistisch in Richtung Revierderby gegen Borussia Dortmund blickt.

Frage: Max Meyer, nach dem vergebenen Sieg in der Nachspielzeit, wie groß ist die Enttäuschung in der Mannschaft?

Max Meyer: Natürlich ist die Stimmung nicht so gut. Es ist besonders ärgerlich, wenn man in der 92. Minute noch den Ausgleich bekommt. Aber wir liegen immer noch auf Platz vier. Nun gilt es weiter hart zu arbeiten, denn nächste Woche ist das Derby und da wollen wir dann unbedingt drei Punkte holen.

Frage: Mit welchem Gefühl gehen Sie aus der zurückliegenden englischen Woche?

Meyer: Nach dem unglücklichen Ausgleich heute natürlich nicht so, wie nach einem Erfolgserlebnis. Aber in der Tabelle ist letztlich nichts passiert, da Leverkusen auch noch unentschieden gespielt hat. Nächste Woche müssen wir eben versuchen über 90 Minuten hellwach zu sein.

Meyer: Ich versuche immer mein Bestes zu geben, um mich für die Startelf zu empfehlen. Wenn es dann mal nicht reicht, muss ich auch damit leben. Dann gebe ich eben alles, wenn ich von der Bank komme. Ich bin ja noch ein junger Spieler und habe trotzdem schon viele Einsätze auf dem Buckel. Ansprüche, dass ich jedes Spiel von Beginn an machen müsste, habe ich nicht. Dennoch habe ich mich natürlich heute über meinen Startelf-Einsatz gefreut und hoffe, dass ich auch nächste Woche gegen Dortmund wieder ran darf.

Frage: Wie fühlen Sie sich als Offensivspieler in einem eher defensiv ausgerichteten System?

Meyer: Dass wir keinen Hurra-Fußball spielen, ist wohl inzwischen jedem hier bekannt. Wir versuchen kompakt zu spielen, die Räume eng zu machen, um dann durch Konter und mit Nadelstichen nach vorne unsere Tore zu erzielen. Damit sind wir bis jetzt sehr gut gefahren und  haben wenig Gegentore bekommen.

Frage: Was macht Sie optimistisch das Revierderby in Dortmund zu gewinnen?  

Meyer: Die Klasse unserer Mannschaft. Wir haben gute Individualisten und spielen sehr gut zusammen. Und wir haben wenig Tore kassiert. Das heißt, Dortmund muss es erst einmal schaffen, unsere Abwehr zu durchbrechen. Vorne werden wir auch unsere Chancen bekommen, meistens machen wir auch ein Tor. Wenn wir das ein oder andere Tor machen, dann denke ich, dass wir drei Punkte holen werden. 

Aus Gelsenkirchen berichtet Markus Hoffmann