Moskau.- Hoppla! Nach dem 2:0-Auswärtssieg in Moskau bei ZSKA hat der VfL Wolfsburg als Gruppenerster beste Chancen das Champions League-Achtelfinale zu erreichen. Im Heimspiel gegen Manchester United reicht bereits ein Remis zum Weiterkommen. Joker Andre Schürrle war Matchwinner der Wölfe. Der Nationalspieler hatte am Eigentor von Keeper Akinfeev großen Anteil und schoss das 2:0 selbst. Sein Sturmkollege Max Kruse stellte sich nach dem Sieg zu einem Interview.

Frage: Herr Kruse, lange Zeit tat der VfL sich schwer. Wie groß ist die Erleichterung hier in Moskau gewonnen zu haben? Auswärts lief es zuletzt ja nicht so gut.

Max Kruse: Für uns war es heute egal, ob wir auswärts oder zuhause spielen. Klar haben wir in den letzten Wochen zuhause eine bessere Figur abgegeben, aber es zählten nur die drei Punkte und das ist uns letztlich gelungen.

Frage: Kurz nach der Halbzeit musste die Mannschaft ein paar brenzlige Situation überstehen. Trotzdem hat der VfL weiter versucht das Spiel zu gewinnen. Ist das Team auch in letzten Wochen noch mehr gereift?

Kruse: Das war von vornherein klar, dass das hier nicht von alleine geht. Wer unsere Champions League-Gruppe bisher verfolgt hat, der weiß, dass es bis jetzt noch keinen Auswärtssieg gegeben hat. Moskau hatte zuhause auch noch nicht verloren. Hier gewinnen nicht viele Mannschaften. Von daher zeigt das auch unsere Qualität, die wir uns erarbeitet haben.

"Andre hat uns einen Riesengefallen getan"

Frage: Fünf Minuten vor dem 0:1 traf Zoran Tosic für Moskau den Pfosten. Da hatte der VfL doch etwas Dussel, oder?

Kruse: Bei einer Situation bei der der Ball gegen Pfosten knallt, hatten wir sicherlich Glück, dann kann das Spiel natürlich kippen. Aber das Glück war auf unserer Seite. Das wir durch, ich nenne es mal Eigentor, in Führung gehen, war dann umso schöner.

Frage: Apropos Eigentor. Joker Andre Schürrle war an beiden Toren maßgeblich beteiligt. Wie sehr freut es Sie für ihn, dass er wieder getroffen hat?

Kruse: Andre hat wie immer versucht seine beste Leistung auf den Platz zu bringen. Heute ist es ihm gelungen. Dass ist das, was wir auch immer anmerken: Wir brauchen auch gute Spieler, die von der Bank kommen und Spiele entscheiden können. Andre hat uns da heute einen Riesengefallen getan. Wir haben Andre immer das Gefühl gegeben, dass wir an ihn glauben. Wir wissen, was er für eine Qualität hat. Es mag sein, dass er es in den letzten Wochen nicht so ganz gezeigt hat, für uns zählt, dass er das Spiel mit seinen Aktionen entschieden hat.

Frage: Nach dem Remis in Manchester steht der VfL auf Platz 1 der Gruppe. Wie sehen Sie die Aussichten auf das Weiterkommen?

Kruse: Wir wollen natürlich auch gegen Manchester gewinnen und dann mit einem Sieg ins Achtelfinale einziehen. Das ist das Ziel.

Aus Moskau berichtet Alexander Barklage