Matthias Ginter hat auf seiner neuen Position den Durchbruch in Dortmund un der Nationalelf geschafft - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Franklin
Matthias Ginter hat auf seiner neuen Position den Durchbruch in Dortmund un der Nationalelf geschafft - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Franklin
Bundesliga

Matthias Ginter: Die perfekte Lösung

Köln - Vor fast vier Jahren, am 21. Januar 2012, zwei Tage nach seinem 18. Geburtstag, gab Matthias Ginter sein Bundesliga-Debüt beim SC Freiburg. Gleich in seinem ersten Spiel schoss er das entscheidende Tor zum 1:0 gegen Augsburg. Unter Christian Streich avancierte er im Breisgau binnen kürzester Zeit zum Stammspieler, wurde zum Nationalspieler, zum Weltmeister 2014 - auch wenn er während des Turniers keine Minute auf dem Platz stand. Dann kam der Bruch.

Nach dem Bruch der Durchbruch

Dabei war der heute 21-Jährige vor einem Jahr höchst optimistisch vom Schwarzwald nach Westfalen zu Borussia Dortmund gewechselt. "Für mich ist damit ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen", ließ er damals wissen. "Ich war immer ein großer BVB-Fan und darf nun das Trikot meines Lieblingsvereins tragen."

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"Ich bin Rechtsverteidiger"

"Er ist in der Lage, Innenverteidiger auf beiden Positionen zu spielen, er kann auf der Sechs vor der Abwehr und jetzt auch Rechtsverteidiger spielen", lobte der BVB-Coach seinen Schützling vor kurzem. "Wir sind extrem zufrieden mit der Aufmerksamkeit, mit dem Mut und mit der Überzeugung, mit der er es macht." Deshalb erfand der BVB-Coach seinen Verteidiger einfach neu, auch wenn er ursprünglich als Innenverteidiger mit ihm geplant hatte.

Einige Tage vor dem Spiel des BVB in der Europa-League-Qualifikation bei Odds BK in Norwegen hat Tuchel Ginter gefragt, ob er sich auch die Position als Rechtsverteidigers zutrauen würde. Mit Lukasz Piszczek und Erik Durm waren zwei der drei nominellen Außenverteidiger des BVB verletzungsbedingt ausgefallen. "Ich habe ja gesagt", erzählt der Youngster. "Thomas Tuchel ist ein Trainer, der nichts dem Zufall überlässt. Deshalb war mir klar, dass er sich das gut überlegt hatte."