Hamburg - Langsam aber sicher kämpft sich der Hamburger SV wieder in Richtung internationale Plätze. Unabhängig von allen den HSV betreffenden Themen, die derzeit durch den Hamburger Blätterwald fliegen, hat die Mannschaft ihre vergangenen drei Spiele in Serie für sich entscheiden können.

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Zum Abschluss der Hinrunde besiegte der HSV auswärts die Borussia aus Mönchengladbach. Nach der Winterpause eröffnete die Elf von Trainer Armin Veh die Rückrunde mit einem 1:0-Erfolg beim FC Schalke 04. Und vergangene Woche Freitag feierte der HSV einen 1:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt.

Erst zum siebten Mal zusammen

Den Siegtreffer gegen die Hessen erzielte der eingewechselte Mladen Petric in der 65. Minute auf Zuspiel von Änis Ben-Hatira. Das Kuriose daran: Es war das erste Mal seit dem 14. Spieltag, dass Petric gemeinsam mit Ruud van Nistelrooy auf dem Platz stand.

Überhaupt machten die beiden Angreifer in dieser Saison eher selten gemeinsame Sache. Erst sieben Mal spielten Petric und van Nistelrooy zusammen. Allerdings wurde einer der beiden in fünf Fällen eingewechselt - so wie gegen Frankfurt.

Schwache erste Hälfte van Nistelrooys

Diese Einwechslung war nicht nur für Petric Gold wert. Auch sein Sturmkollege van Nistelrooy profitierte davon. In der ersten Halbzeit hatte er im 4-4-2-System von Veh keinen einzigen Torschuss abgegeben.

Nur kamen beim Mitspieler an, ein Ballgewinn standen gegenüber und zwei Mal wusste er sich nur per Foulspiel zu helfen. Der Niederländer kam nur an den Ball. Dabei leistete er sich einen Fehlpass und ein Foulspiel.

"Van the man" wie ausgewechselt

Mit der Hereinnahme Petrics wirkte auch van Nistelrooy wie ausgewechselt. Er brachte sechs von acht Pässen an und hatte vier Ballgewinne bei nur noch fünf Tacklings mit Ballverlust. Er kam ohne Foulspiel aus und gab seinen ersten (wenngleich einzigen) Torschuss ab.

Petric selbst wusste . Elf von 13 Zuspielen fanden ihren Abnehmer. Sechs Mal wusste er mit defensiven Aktionen zu gefallen (inklusive drei Ballgewinnen). Drei Mal wurde er gefoult und ebenso oft .

Zwei Halbzeiten Ben-Hatiras

Aber nicht nur auf van Nistelrooy hatte Petrics Einwechslung große Auswirkungen. Auch dessen ursprünglicher Sturmpartner Änis Ben-Hatira spielte zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. brachte er elf von 16 Pässen an, versuchte sich an einer Flanke und einen Schuss. Er hatte zwei Ballgewinne aber auch zehn Tacklings mit Ballverlust und leistete sich drei Fouls. Ben-Hatira war zwar fünf Mal im Strafraum der Hessen, doch bis auf seinen Kopfball .

Nach dem Seitenwechsel überließ er den Platz in der Spitze Petric und rückte stattdessen an die Stelle vom ausgewechselten Jonathan Pitroipa . Dort fühlte er sich offensichtlich pudelwohl.

Ben-Hatira kam zwar kein einziges Mal mehr im Strafraum an den Ball. Doch ihm gelangen zwölf Zuspiele bei 14 Pässen, dazu kam eine von zwei Flanken an. Er hatte einen Schuss, zehn gelungene Defensivaktionen gegenüber nur noch fünf Tacklings mit Ballverlust und als krönenden Abschluss bereitete er Petrics Siegtor vor.

Sechs Treffer zusammen

Auffällig ist auch die durchaus positive Bilanz, wenn van Nistelrooy und Petric zusammen für den HSV spielen. Hamburg verlor nur zwei dieser sieben Begegnungen (drei Siege, zwei Remis). Zudem schossen beide Stürmer je drei ihrer Saisontore in Spielen, in denen beide zum Einsatz kamen.

Am 14. Spieltag gegen Stuttgart waren beide Stürmer erfolgreich - das erste und einzige Mal in dieser Saison, dass van Nistelrooy und Petric in einem Spiel trafen. Der Kroate erzielte in der 36. Minute.

"Doppelpack" Petric/van Nistelrooy

Und bis zur 58. Minute blieb Petric auch die einzige echte Spitze im System Vehs gegen die Schwaben. Dann kam aber van Nistelrooy für Heung-Min Son in die Partie und Petric rückte eher nach links. Hatte er bis dato angebracht, so blieb er nun (sieben von sieben).

Überhaupt leistete sich Petric nach van Nistelrooys Einwechslung keinen einzigen Fehler oder Ballverlust und krönte seinen tollen Nachmittag mit dem .

Vielleicht lässt Veh seine beiden Sturmstars ja jetzt, wo beide fit und in Form sind, ein wenig öfter zusammen auf Torejagd gehen…