Berlin - Die "jungen Wilden" von Borussia Dortmund sind derzeit in aller Munde. Mit fünf Siegen in Serie sägen die Schwarz-Gelben bereits mächtig am Thron des Tabellenführers aus Mainz. Doch der Weg dorthin wird nicht leicht. Schließlich kommt am Sonntag der FC Bayern München in den Signal Iduna Park.

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Am 6. Spieltag feierte die Borussia ihren fünften Sieg in Serie in der Bundesliga. Beim 3:1-Erfolg bei Aufsteiger St. Pauli war der BVB besonders über die rechte Seite gefährlich. Ein Großteil der Torschussvorlagen, Assists und erfolgreichen Flanken . Überhaupt verlagerte sich das Spiel der Klopp-Elf .

Volle Kraft voraus

fielen jedoch aus zentraler Position, beziehungsweise von links. Auffällig ist, dass die Borussen nur selten den Abschluss im gegnerischen Sechzehner suchten. Insgesamt schoss der BVB nur vier Mal von innerhalb des Strafraums der Hamburger aufs Tor.

Bei Heimspielen geht Dortmund schon wesentlich offensiver zur Sache. Beim 5:0-Sieg gegen Kaiserslautern aufs FCK-Gehäuse, davon allein zwölf Mal aus maximal 16 Metern. Am 3. Spieltag gegen Wolfsburg waren es , von denen ebenfalls zwölf von innerhalb des Strafraums abgegeben wurden.

Defensive mit Problemen

Beim 0:2 zum Saisonstart gegen Leverkusen fehlte den Dortmundern nicht nur das Zielwasser, sondern auch die Durchschlagskraft. 14 Schüsse gab der BVB dort ab, suchte er sein Glück im Sechzehner. kam es zu 92 Ballverlusten in der gegnerischen Hälfte und die Angriffe wurden oft überhastet mit langen, ungenauen Pässen abgeschlossen.

In der Defensive stand Dortmund auf St. Pauli jedoch keineswegs besonders sicher. In der eigenen Hälfte leistete sich der BVB immerhin , beziehungsweise Tacklings mit Ballverlust. Daraus resultierten nicht nur ein Gegentor, sondern auch gleich neun Ecken für St. Pauli.

Macht es wie Bartels

Ein Beispiel sollten sich die Münchner an Fin Bartels nehmen. Der Mittelfeldmotor der Kiezkicker war bei St. Pauli. Bartels kam vier Mal zum Flanken. Er hatte eine Torschussvorlage, einen Assist und nahm selbst drei Mal Maß. Ohne den verletzten Franck Ribéry soll Toni Kroos oder Thomas Müller diese Rolle gegen den BVB ausfüllen.

Beim 1:2 gegen Tabellenführer Mainz hielt sich Kroos klar an die Anweisungen des Trainers und war nur in Ausnahmefällen zentral zu finden. Dennoch setzte der Nationalspieler . Er schlug neun Flanken (von denen jedoch nur zwei ankamen), bereitete drei Torschüsse vor und gab zwei Torschüsse ab.

Schweinsteiger ist gefragt

Das Spiel der Bayern allein auf Kroos Schultern zu verteilen, wäre ungerecht. Unterstützung muss vor allem Bastian Schweinsteiger bieten. Der WM-Dritte fand gegen Mainz . Schweinsteiger gab einen einzigen Fernschuss ab, setzte nicht ein einziges Mal zur Flanke an und bereitete nur einen Torschuss vor.

Noch am 5. Spieltag in Hoffenheim war er beim zweiten Saisonsieg der Bayern. Gegen 1899 schoss Schweinsteiger zwei Mal aufs Tor, gab drei Flanken und drei Torschussvorlagen.