Hamburg - Noch bevor Borussia Dortmund am Sonntagnachmittag den 15. Spieltag mit ihrem Gastspiel beim 1. FC Nürnberg beschließen wird, könnten die Schwarz-Gelben schon Grund zum Jubeln haben. Denn sollte der 1. FSV Mainz 05 nicht in Frankfurt gewinnen, wäre den Borussen die Herbstmeisterschaft wohl nicht mehr zu nehmen.

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Dennoch will Dortmund das Schicksal natürlich am liebsten selbst in die Hand nehmen und mit einem Sieg in Nürnberg an der Tabellenspitze überwintern. Die Chancen stehen nicht schlecht. Immerhin ist der BVB das beste Auswärtsteam der Bundesliga. Sieben Spiele, sieben Siege und 19:5 Tore.

"Club" im Tief

Nürnbergs Formkurve zeigt derweil nach unten. Auf drei Siege in Serie folgten drei Niederlagen. In diesen drei Begegnungen traf der "Club" lediglich ein Mal und kassierte neun Gegentore. Am 13. Spieltag setzte es gegen Kaiserslautern die erste Heimniederlage seit dem 2. Spieltag.

Unabhängig von der aktuellen Form beider Teams setzten sowohl der FCN als auch Dortmund auf viele junge und hungrige Spieler. Stehen bei den Franken Ilkay Gündogan, Mehmet Ekici und Julian Schieber im Vordergrund, heißen die Youngster der Borussia Mario Götze, Nuri Sahin und Shinji Kagawa.

Kagawa fast fehlerfrei

Letztgenannter brachte Dortmund gegen Mönchengladbach mit seinem auf die Siegerstraße. Kagawa ist der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Bundesliga. brachte der Japaner im zentralen Mittelfeld 31 von 39 Pässen an und bereitete drei Torschüsse vor.

Nur acht Fehlpässe: Zuletzt spielte Kagawa beim 2:0-Erfolg der Dortmunder in Mainz am 10. Spieltag genauer. Damals leistete er sich .

Sahin, der Ballmagnet

Während sich Kagawa als Vollstrecker auszeichnet, ist Sahin der Ballverteiler vom Dienst beim BVB. trat er gegen Gladbach in Aktion - so häufig wie kein anderer Spieler auf dem Rasen. Der Türke brachte 66 von 87 Pässen an, bereitete fünf Torschüsse vor und .

Sahin ist Dreh- und Angelpunkt im Dortmunder Spiel. In elf von 14 Saisonspielen trat er mehr als 100 Mal in Aktion. In neun Partien trat er mindestens 130 Mal in Aktion. Höchstwert bei Sahin waren im Spiel des BVB gegen Hoffenheim. Dabei brachte er 63 Pässe an. waren 69 gegen Wolfsburg. Gegen Gladbach lag er nur knapp unter dieser Marke.

Götze auf beiden Seiten

Jung-Nationalspieler Götze glänzte gegen die "Fohlen” auf beiden Außenbahnen. In wirbelte er auf der linken Seite. Er brachte unglaubliche 20 von 21 Pässen an, schlug zwei Flanken, bereitete einen Torschuss und einen Treffer vor. Nach der Pause wechselte er vorrangig nach rechts und war . 21 von 25 Pässen fanden ihr Ziel. Er schlug eine Flanke, bereitete einen Schuss vor und hatte einen weiteren Assist.

Auch Nürnbergs Schieber ist gern auf beiden Seiten zuhause. Der Angreifer steht quasi stellvertretend für die Formkurve des "Clubs". War er bei den drei Nürnberger Siegen zwischen dem 9. und 11. Spieltag an fünf Toren direkt beteiligt, blieb er zuletzt drei Spiele lang blass.

Schieber sucht nach seiner Form

So zuletzt auch in Mainz. Schieber brachte an und hatte insgesamt 15 Tacklings mit Ballverlust. lief es daheim schon besser. Da fanden zwölf von 17 Pässen einen Abnehmer und er hatte nur sieben Tacklings mit Ballverlust.

Beim 0:3 beim FC Bayern kamen nur von Schiebers Pässen an (13 von 27).

Ekici nur von der Bank

Auch bei Ekici läuft es aktuell nicht rund. Nach zuvor neun Spielen in Serie in der Startformation kam er in Mainz nur als Einwechselspieler zum Einsatz. Dabei . 15 von 18 Pässen fanden ihr Ziel. Er schlug eine Flanke und gab eine Torschussvorlage.

Gegen Kaiserslautern am 13. Spieltag war Ekici . Dabei erwischte er keinen guten Tag. Weniger als die Hälfte seiner Pässe fanden einen Abnehmer (zwölf von 26). Er schlug neun Flanken, von denen acht misslangen. 19 Mal verlor er bei einem Tackling den Ball.

Gute Passquote bei Gündogan

Dritter Mann im Nürnberger Kreativbündnis ist Gündogan. In Mainz war er zentral links unterwegs und überzeugte mit (elf Fehlpässe). Jedoch gelang ihm . Nur eine Torschussvorlage und vier Fernschüsse, von denen keiner aufs Tor kamen, waren zu harmlos.

An Gündogan lag es nicht, dass der "Club" seit drei Spielen auf einen Sieg wartet. brachte er 51 von 56 Pässen an und hatte drei Torschussvorlagen. Bei den Bayern fand er bei einen Abnehmer.

Wenig Aktionen gleich mehr Torgefahr

Allerdings kam er offensiv in allen drei Partien kaum zur Entfaltung. Das funktionierte in den drei Partien davor, die der FCN allesamt gewann, wesentlich besser. Denn Gündogan traf in jedem dieser Spiele. Kurioserweise war er in diesen Spielen aber wesentlich weniger am Ball.

Hatte er in den vergangenen drei Partien im Schnitt 87,3 Aktionen, 49 Pässe, aber nur 2,7 Schüsse pro Spiel (0,7 aufs Tor), waren es bei den drei Siegen zuvor im Schnitt nur 54,7 Aktionen und 28,3 Pässe - dafür aber 3,0 Schüsse pro Spiel. Alle fünf Schüsse, die aufs Tor gingen, gingen auch ins Tor.

Gegen Köln hatte Gündogan , spielte 27 Pässe und gab zwei Schüsse ab (ein Tor. Eine Woche waren es 46 Aktionen, nur 17 davon waren Pässe und zwei seiner vier Schüsse trafen ins Schwarze. Gegen Wolfsburg , hatte 74 Aktionen, von denen 41 Pässe waren.