Hamburg - Kein Sieger, kein Raumgewinn: Der VfL Wolfsburg und der FC Schalke 04 warten in der Bundesliga weiterhin auf den Befreiungsschlag. Im Duell zweier Mannschaften, die weit hinter den eigenen Erwartungen zurückhängen, gab es keinen Gewinner.

So funktioniert die neue Spiel-Matrix auf bundesliga.de!

Dennoch muss sich Wolfsburg als Verlierer dieser Begegnung sehen. Denn bereits zum vierten Mal in der laufenden Spielzeit vergaben die Niedersachsen eine Halbzeitführung. Zwei Mal schlichen sie dabei als Verlierer vom Feld (gegen Leverkusen und Mainz). Zwei weitere Male (in Mönchengladbach, gegen Schalke) retteten sie immerhin einen Punkt.

Zuhause fehlt der Biss

Auffällig ist auch, dass der VfL ganz klar Probleme hat, vor heimischer Kulisse Spiele über die Runden zu bringen. Gegen Schalke lief es ähnlich wie bei den Heimspielen gegen Mainz und Bayer. Die "Wölfe" führten früh und dominierten die Partie, ließen sich dann aber grundlos das Heft aus der Hand nehmen.

Bereits hatten die VfL-Fans in der ausverkauften Volkswagen-Arena Grund zur Freude. Torjäger Grafite traf nach kurzer Ecke von Diego zum 1:0. In der 33. Minute mit seinem achten Saisontreffer sogar auf 2:0.

Schäfer als Vorbereiter - sonst meist defensiv

Beide Treffer wurden von Marcel Schäfer vorbereitet. Mit war der Mann auf der linken offensiven Seite der "Wölfe" der aktivste auf dem Rasen. Die Assists trat er aus .

Schäfer war ansonsten aber eher in seiner . Hier brachte er 31 seiner 41 erfolgreichen Pässe an und leistete sich nur sechs Fehlpässe. In des Gegners Hälfte waren es zehn erfolgreiche bei neun erfolglosen Zuspielen. Zudem hatte er und alle sechs klärenden Aktionen in der eigenen Hälfte.

Die zwei Halbzeiten

An Schäfer lässt sich auch ideal der Unterschied zwischen den beiden Halbzeiten beim VfL ablesen. brachte er 26 von 28 Pässen an, schlug drei erfolgreiche Flanken, hatte zwei Assists und nur zwei Ballverluste.

waren es 15 erfolgreiche und 13 Fehlpässe, drei misslungene Flanken und 14 Ballverluste. Dass er zudem fünf seiner sechs klärenden Aktionen sowie fünf seiner sieben Ballgewinne in den zweiten 45 Minuten hatte, spricht für die plötzliche defensive Ausrichtung der Niedersachsen.

Trio ganz stark in Halbzeit eins

Ähnlich erging es dem "magischen Dreieck" der Wolfsburger. In Halbzeit eins konnten Grafite, Dzeko und Diego, die 18 der 20 Wolfsburger Saisontore erzielt haben, nach Belieben schalten und walten. Einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig.

So gingen nicht nur die beiden Tore . Sie brachten zwei Drittel ihrer Pässe an (28 von 42), hatten zwei gelungene Flanken, eine Torschussvorlage, drei gelungene Tacklings und sieben Ballverluste. Von den fünf Schüssen hätten aber mehr als zwei den Weg ins Tor finden müssen. In der eigenen Hälfte kamen Grafite, Dzeko und Diego dem Sechzehner kein einziges Mal nah.

Am Ende nur noch hinten drin

In den zweiten 45 Minuten war der VfL . Auch das zeigt sich in den Zahlen des Trios. Sie hatten drei Torschussvorlagen, drei Schüsse, zwei gelungene Flanken und nur einen Fehlpass (bei neun Versuchen). Dazu kamen drei Ballgewinne. Die eigene Hälfte war weiter "Feindgebiet".

. Und dies spiegelt sich in der Matrix-Analyse wider. Grafite, Dzeko und Diego leisteten sich 14 Fehlpässe (bei 21 erfolgreichen) und sechs misslungene Flanken (keine erfolgreiche). Das Trio gab nur eine Torschussvorlage und einen Schuss ab und hatte 18 Tacklings mit Ballverlust. Zudem fanden sich die Drei plötzlich wieder.

Wolfsburg erlaubte Schalke das Comeback

Schalke fand in Durchgang eins fast gar nicht statt. Gleich zu Beginn hatte Klaas Jan Huntelaar eine Großchance. Anschließend passierte bis zum Anschlusstreffer durch Edu beinahe nichts. Nur vier Mal konnten sich die "Königsblauen" in den ersten 45 Minuten überhaupt .

158 erfolgreiche Pässe spielte Schalke in dieser Zeit - aber nur 57 davon in der (bei 26 Fehlpässen). Nur eine von zehn Flanken fand ihr Ziel und 40 von 69 Tacklings mit Ballverlust ereigneten sich in der Wolfsburger Hälfte.

war die Quote der Ballverluste in des Gegners Hälfte nicht besser (38 von 62), doch Wolfsburg ließ die Schalker 18 Mal in der VfL-Hälfte flanken (zwei erfolgreich). Zudem spielten die "Knappen" 87 erfolgreiche Pässe (bei 33 Fehlpässen) jenseits der Mittellinie. Der VfL zog sich unnötig zurück und ließ den Gegner zu sehr ins Spiel zurückkommen.