Hamburg - Wenn sich der FC Bayern München etwas zu Weihnachten wünscht, dann ist es eine Rückrunde, in der der Rekordmeister 17 weitere Male auf den VfB Stuttgart trifft. Die Schwaben scheinen der ideale Gegner für angeschlagene Bayern zu sein.

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Am Mittwoch feierte die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal im Achtelfinale des DFB-Pokals zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ein wahres Schützenfest gegen die Schwaben, die auch unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia nicht in Schwung kommen.

Elf Tore in zwei Spielen

In einem denkwürdigen Pokalspiel siegte der FC Bayern mit 6:3 in Stuttgart. Dabei gaben die Münchener gleich zwei Mal eine Führung aus der Hand. Erst am vergangenen Sonntag feierten die Bayern einen klaren 5:3-Sieg beim VfB.

Ein überragendes Spiel machte am Sonntag Mario Gomez. Er schoss drei Mal aufs Tor und . Eine perfekte Chancenverwertung. Darüber hinaus brachte er 14 von 18 Pässen an, bereitete einen Schuss vor und hatte .

Gomez in Galaform

Am 8. Spieltag traf Gomez erstmals in dieser Saison. Seither schoss der Nationalspieler in neun Partien in der Bundesliga zwölf Tore. Allein fünf Mal war Gomez per Kopf erfolgreich. Am. 8. Spieltag gegen Hannover gleich doppelt ( und ). Seine vergangenen fünf Treffer erzielte er aber allesamt mit dem Fuß.

Ein weiterer Treffer in Stuttgart ging auf das Konto von Franck Ribéry. Der Franzose hatte auf dem Rasen (133). Er brachte an, spielte allerdings auch 15 Fehlpässe. Er schlug acht Flanken und ihm gelangen .

Ribéry findet zu seiner Form

Allerdings verlor er den Ball auch 27 Mal bei Tacklings. : 22 der Ballverluste geschahen in der gegnerischen Hälfte und davon wiederum 20 auf der linken Seite.

Dennoch: Ribérys Formkurve zeigt nach überstandener Verletzung nach oben. Am 12. Spieltag gab Ribéry sein Comeback nach längerer Pause (). Am 14. Spieltag stand er endlich wieder in der Startformation und mit 32 erfolgreichen Pässen (von 40), zwei Flanken, vier Torschussvorlagen, einem Assist, vier Schüssen und vier Ballgewinnen.

Tymoshchuk immer sicherer

Als Kritikpunkt bei den Bayern wird oft die Defensive genannt. Die ließ in den beiden Spielen in Stuttgart immerhin sechs Gegentore zu. Dennoch gibt es auch hier Positives zu berichten. Angenehm fällt vor allem Anatoliy Tymoshchuk auf. Er wurde zum Innenverteidiger umfunktioniert.

Und am 17. Spieltag in Stuttgart zeigte er wieder seine Klasse. Tymoshchuk brachte an. Sechs Ballgewinne und zehn klärende Aktionen sprechen für den guten Lernprozess bei Tymoshchuk. Nur sechs Mal war er in der zu sehen.

Ein neues Traumpaar?

Je mehr Sicherheit Tymoshchuk in der Defensive gewinnt, desto offensiver kann Philipp Lahm auf dem rechten Flügel agieren. Der Nationalspieler brachte in Stuttgart an ( in der gegnerischen Hälfte).

fanden 55 seiner 64 Zuspiele einen Abnehmer - 26 von 32 Pässen wurden erfolgreich in der gespielt. Hinzu kamen ein Tor und zwei Torschussvorlagen. Tymoshchuk hatte an diesem Tag . 54 von 59 Pässen fanden ihr Ziel und nur leistete er sich einen Ballverlust beim Tackling.

Da scheinen sich zwei gefunden zu haben, die bei der letzten Bayern-Niederlage auf Schalke nicht zusammen agierten. Da spielten beide stark - Lahm brachte an und Tymoshchuk fand bei einen Abnehmer - doch Tymoshchuk rückte nach links. Stattdessen spielte Breno rechts in der Innenverteidigung. Ihm unterliefen .