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Nicht länger Sportvorstand von Eintracht Frankfurt: Markus Krösche
Nicht länger Sportvorstand von Eintracht Frankfurt: Markus Krösche - © Alex Grimm
Nicht länger Sportvorstand von Eintracht Frankfurt: Markus Krösche - © Alex Grimm
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Krösches emotionaler Abschied von der SGE-Familie

Etwas überraschend gab Eintracht Frankfurt am Sonntagabend bekannt, dass sich die Wege des Traditionsvereins und Sportvorstand Markus Krösche trennen. Dem Wunsch des 46-Jährigen, sein Amt niederzulegen, kam der Aufsichtsrat nach und stimmte der Freistellung einstimmig zu. Einen Tag später verabschiedete sich Krösche vom Verein – mit einer Rede, die an Emotionalität kaum zu überbieten war.

Feuchte Augen und ein tiefer Seufzer: Schon als Markus Krösche am Montag auf der Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt die Bühne betrat und sich in Richtung Mikofon begab, war ihm anzusehen, wie schwer ihm dieser Abschied fällt. Und das, obwohl er eigentlich ein "kühler" und "rationaler" Typ sei, wie er gleich zu Beginn seiner Rede über sich selbst sagte.

Schon zwei Tage zuvor, beim 1:0-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Köln, hatte er gespürt, wie nahe ihm die Situation ging. Zu diesem Zeitpunkt stand die Trennung bereits fest. "Ich wusste, dass wir uns am Sonntag trennen. Dann stand ich da am Freitag gegen Köln im Stadion und wusste, dass es mein letztes Eintracht-Spiel sein wird. Das war für mich natürlich extrem emotional."

Die Gründe für das Aus

Der Gedanke, den Traditionsverein auf eigenen Wunsch zu verlassen, reifte in Krösche bereits seit einiger Zeit. "Ich habe mir in den letzten Wochen Gedanken über meine Arbeit und den Anspruch an meine Arbeit gemacht", erklärte der 46-Jährige. Seinen Entschluss begründete er mit den Worten: "Ich habe lange darüber nachgedacht und bin dann zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht mehr den besten Job machen kann. Dass ich nicht mehr das Beste für Eintracht Frankfurt machen kann."

Worte, die beweisen, wie reflektiert der gebürtige Hannoveraner ist, und wie sehr ihm der Verein am Herzen liegt. "Ihr habt mir gezeigt, was es bedeutet, ein Traditionsclub zu sein", wandte sich Krösche an die zahlreich geladenen Gäste, die seine Abschiedsrede an dieser Stelle mit großen Applaus unterbrachen.

"Ich werde immer ein Eintrachtler bleiben"

Kurz darauf richtete sich der scheidende Sportvorstand, dessen Amtszeit nach über fünf Jahren nun endet, erneut an die Fans: "Es war eine besondere Reise. Wenn ich an die Europa League 2022, an Barcelona, an Sevilla, an das Champions-League-Achtelfinale, an das Pokalfinale denke: Ihr habt mir so viel gegeben. Ich wünsche diesem Club nur das Beste der Welt."

Zum Abschluss lenkte Krösche den Blick auf sein Jackett, auf dessen Brust das Eintracht-Logo zu sehen war. "Ich habe bewusst dieses Jackett angezogen. Ich war in den letzten Jahren ein Eintrachtler – und ich werde immer ein Eintrachtler bleiben. Das ist das, was für mich wichtig ist."

Eigentlich wollte Krösche in diesem Moment noch etwas hinzufügen. Doch erneut ließ ihn das Publikum mit seinem lautstarken Applaus nicht zu Wort kommen. Krösche erkannte – einmal mehr genau im richtigen Moment –, wann seinem eigenen Empfinden nach ein guter Zeitpunkt für ein Ende ist.

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