München - Schalke 04 gegen Bayer Leverkusen - das Topspiel am Samstagabend (ab 18 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) hat es wahrlich in sich.

Die "Königsblauen" warten in der Bundesliga noch immer auf den ersten Heimsieg und konnten den Tabellenkeller bislang nicht verlassen. Bei Leverkusen ging die Tendenz zuletzt nach oben, bevor sich die "Werkself" am vergangenen Spieltag gegen Spitzenreiter Mainz eine 0:1-Heimschlappe leistete. Während Schalke im Pokal eine Runde weiterkam, scheiterte Bayer am Mittwoch auch noch an Mönchengladbach.

"Das haben sich die Fans verdient"

Schalke-Coach Felix Magath ist vor dem Duell jedenfalls nicht bange: "Wir haben in den letzten drei Spielen in drei verschiedenen Wettbewerben unsere Leistung gebracht und waren erfolgreich. Jetzt wollen wir gegen Leverkusen auch endlich den ersten Heimsieg einfahren. Das haben sich Verein und Fans verdient!"

Die Voraussetzungen vor dem Duell in der Veltins-Arena mit der "Werkself" seien gut, glaubt Magath. "Leverkusen hat ein kräftezehrendes Pokalspiel in den Beinen", sagt der 57-Jährige: "Bayer musste in Mönchengladbach über 120 Minuten ran und hat dann im Elfmeterschießen verloren." Der Ausgang der langen Partie könne die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes in ihrer physischen und psychischen Vorbereitung auf die Begegnung hemmen, meint Magath.

Viele Verletzte bei Leverkusen

Verzichten muss Magath auf Hao Junmin, der sich am Freitag einer Blinddarm-Operation unterzog. Nachdem der Chinese in den letzten Tagen über Bauchschmerzen geklagt hatte, diagnostizierten die Ärzte eine Reizung des Blinddarms. Auch Jemaine Jones fällt nach einem Bänderriss im Sprunggelenk aus.

Größere Sorgen hat Bayer-Coach Jupp Heynckes, der ohne Gonzalo Castro, Sami Hyypiä, Michael Ballack, Renato Augusto und Stefan Kießling auskommen muss. "Für uns gilt es, Kräfte aufzutanken, um Samstag am Ende glücklicher zu agieren als in Mönchengladbach", erklärte Heynckes.

Höchstwahrscheinlich stellt der Trainer auch auf Schalke wieder zwei nominelle Angreifer in einer 4-4-2-Formation auf. Das entscheide sich aber erst nach dem Abschlusstraining und der intensiven Gegneranalyse.