Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn lässt seine Zukunft weiterhin offen. "Jetzt mache ich erst mal das, was mir Spaß bereitet. Ich werde nichts überstürzen. Die Zeit möchte ich mir nehmen, um wirklich rauszufinden, was mir gut tut", sagte der Ex-Nationalspieler vor seinem Abschiedsspiel am kommenden Dienstag der Sport Bild.

Der 39-Jährige wird nach seinem Rücktritt immer wieder als Nachfolger von Uli Hoeneß als Manager bei Bayern München ins Gespräch gebracht. Hoeneß hört Ende 2009 auf und wechselt beim Rekordmeister ins Präsidium.

Kein Comeback im Ausland

Eine klare Absage erteilte der dreimalige Welttorhüter auch Spekulationen über ein eventuelles Comeback im Ausland. "Das war nicht im Ansatz eine Überlegung wert, noch mal ins Tor zurückzukehren." Derzeit sei vielmehr "der Trainerschein ein Thema. Seminare und Studium auch."

Zudem will Kahn in Asien nach jungen Talenten suchen und habe viele Anfragen aus der Wirtschaft, die sich mit dem Thema Motivation beschäftigen würden. Außerdem wird der frühere Bayern-Torwart künftig die Länderspiele der Nationalmannschaft für das ZDF kommentieren.

Abschied am 2. September

Stress will Kahn, der zuletzt Urlaub und Freizeit genoss, in Zukunft aber nicht aufkommen lassen: "Ich werde auf meine innere Stimme hören und mache nur Dinge, die mir auch Spaß machen."

Am 2. September findet das Abschiedsspiel des 86-maligen Nationalspielers in der Münchener Allianz Arena statt. Dabei trifft der amtierende deutsche Meister und Pokalsieger Bayern München auf die deutsche Nationalmannschaft.