Die Weltmeisterschaft in Südafrika bietet neben dem Sport jede Menge Randgeschichten. bundesliga.de präsentiert täglich die WM-Splitter:

**** Bundestrainer Joachim Löw soll das Bundesverdienstkreuz erhalten, die Nationalmannschaft mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet werden. Das kündigte Bundespräsident Christian Wulff am Sonntag im WM-Quartier der deutschen Auswahl in Pretoria an. "Die Mannschaft ist der beste Botschafter für Deutschland in der Welt", sagte Wulff.

"Ich habe entschieden, dass Joachim Löw mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wird. Er hat die Mannschaft zusammengestellt, sie motiviert, Ausfälle ausgeglichen. Er hat bei dieser WM in besonderer Weise seine Trainerqualitäten bewiesen - und wir wissen alle, wie wichtig ein Trainer für ein Team ist", sagte Wulff in Anwesenheit des Bundestrainers.

**** A propos Bundestrainer: Löw weist von den zehn Trainern/Teamchefs, die seit der Länderspiel-Premiere im Jahre 1908 die deutsche Nationalmannschaft betreuten, auch nach dem Abschluss der WM in Südafrika den besten Punkteschnitt auf. Unter dem 50-Jährigen feierte die deutsche Auswahl in 56 Länderspielen 39 Siege. Zudem gab es acht Unentschieden und neun Niederlagen bei einer Tordifferenz von 135:41.

Wenn man die Drei-Punkte-Regel zugrunde legt, holte Löw 2,23 Zähler im Schnitt. Auf Platz zwei liegt Berti Vogts (2,18) vor Jupp Derwall (2,15).

**** Das Spiel um Platz drei bei der WM in Südafrika zwischen Deutschland und Uruguay (3:2) hat am Samstag noch einmal 23,62 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme gelockt. Die ARD verzeichnete damit einen Marktanteil von 77,3 Porzent. Damit wurden bei allen sieben WM-Auftritten der Vize-Europameister deutlich mehr als 20 Millionen Fans registriert. 22,01 Millionen Fans beim zweiten Vorrunden-Match gegen Serbien (0:1) bedeuteten das schwächste Interesse. Beim 0:1 im Halbfinale gegen Spanien sorgten 31,10 Millionen für einen Zuschauerrekord.

**** Trotz einer Einladung des niederländischen Verbandes KNVB lehnte Hollands-Idol Johan Cruyff eine Reise zum WM-Finale zwischen den Niederlande und Spanien am Sonntag in Johannesburg ab. "Für ein Spiel bin ich drei Tage unterwegs. Das ist mir zuviel Aufwand", sagte der 63-Jährige auf einer von ihm organisierten Pressekonferenz in einem Golfklub in Barcelona.