Herthas Aufwärtstrend erlitt am 11. Spieltag einen ordentlichen Dämpfer. Nach vier Bundesliga-Spielen in Folge ohne Niederlage mussten die Berliner bei Werder Bremen eine 1:5-Auswärtspleite hinnehmen.

Hertha-Manager Dieter Hoeneß analysiert im Interview den schwachen Hertha-Auftritt.

Frage: Herr Hoeneß, eine 1:5-Niederlage in Bremen. Das war nicht die Hertha, die in den vergangenen Wochen für Furore gesorgt hat. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Dieter Hoeneß: Wir sind natürlich nicht zufrieden. Es lief überhaupt nichts zusammen.

Frage: Was war ausschlaggebend für die Niederlage?

Hoeneß: Wir haben nicht ins Spiel gefunden und Werder von Beginn an zu viele Räume gelassen. Wir kriegen ein ärgerliches 0:1 und spielen den Bremern so in die Karten. Die Sicherheit und Kompaktheit, die uns zuletzt ausgemacht hat, konnten wir gegen Werder nicht aufbieten. Da ist uns wenig gelungen.

Frage: Eine in der Höhe verdiente Niederlage?

Hoeneß: Wenn man eine Mannschaft wie Werder, die über sehr viel Klasse verfügt, spielen lässt, dann kommt so ein Ergebnis zu Stande.

Frage: Statt Drobny stand Christopher Gäng in seinem Bundesligadebüt zwischen den Pfosten. Wie bewerten Sie seine Leistung?

Hoeneß: Am ersten Gegentreffer ist er beteiligt, aber sonst kann er nicht viel machen. An ihm lag es nicht. Er hat ja ein paar Dinger noch gut gehalten, sonst hätten wir womöglich noch höher verloren.

Frage: Können Sie irgendetwas Positives aus der Niederlage ziehen?

Hoeneß: Wir verlieren lieber ein Mal 1:5 als fünf Mal 0:1. In München haben wir schon eine 1:4-Packung bekommen und in den darauf folgenden Spielen haben wir wieder gut gestanden. Ich hoffe, dass es jetzt wieder genauso ist.

Frage: Am kommenden Spieltag ist der Tabellenführer 1899 Hoffenheim zu Gast in Berlin. Bis dahin muss sich Ihre Mannschaft deutlich steigern...

Hoeneß: Natürlich müssen wir gegen Hoffenheim anders auftreten. Wir haben von unserer Mannschaft in dieser Saison schon viele gute Leistungen gesehen, daran müssen wir wieder anknüpfen.

Aufgezeichnet von Timo Strömer