Bremen - Das 3:3 in Bremen war das vierte sieglose Spiel von Hannover 96, und zum vierten Mal kassierten die Roten mindestens drei Treffer. Das sie es besser können, haben die Niedersachsen in dieser Saison schon bewiesen, sechsmal stand die Null.

"Wir sind nicht konsequent genug", bemängelt Lars Stindl im Interview. Der 96-Kapitän vermisst außerdem die alte Konterstärke, die die Mannschaft ausgezeichnet hat.

Frage: Herr Stindl, wie haben Sie die Partie erlebt?

Lars Stindl: Wir wollten nach drei Niederlagen in Folge einen Schritt in die richtige Richtung machen. Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein. Wir haben es Bremen nach dem 3:2 zu einfach gemacht. Wenn man auswärts drei Tore schießt, muss man auch gewinnen. Wir haben zwei Punkte liegenlassen. Außerdem haben wir nicht konsequent genug auf das 4:2 gespielt.

Frage: Bis zum 11. Spieltag hatte Hanover gerade mal elf Treffer kassiert, sechs Mal zu Null gespielt. In den letzten vier Spielen mussten Sie 13 Mal den Ball aus dem Netz holen. Woran liegt es?

Stindl: Wir stehen nicht mehr so gut zu Ball und Gegner wie zu Beginn der Saison, in der Defensive weniger kompakt. Wir lassen einfach zu viele Chancen zu. Die Konzentration fehlt. Wir sind nicht konsequent genug.

Frage: Sie selbst waren lange verletzt...

Stindl:(lacht) Ja, und seit ich wieder da bin, haben wir vier Spiele in Folge nicht mehr gewonnen. Ich hoffe, niemand zieht den Schluss, dass es da Zusammenhänge gibt.

Frage: Noch zwei Spiele bis zur Winterpause. Was für ein Fazit ziehen Sie?

Stindl: Wir haben in den letzten Wochen drei, vier Punkte leichtfertig verspielt. Die müssen wir uns in den kommenden Spielen wiederholen, damit wir ein positives Fazit ziehen können.

Frage: Am Dienstag kommt Augsburg nach Hannover und dann geht es zum Vorrunden-Abschluss nach Freiburg. Was hat sich die Mannschaft für die beiden Spiele vorgenommen?

Stindl: Wir wollen in beiden Spielen punkten.

Aus Bremen berichtet Jürgen Blöhs