Suttgart überwintert dank einer starken Mannschaftsleistung im internationalen Geschäft und hat weiterhin die Chance auf den Achtelfinaleinzug in der Champions League. Die VfB-Stars in der bundesliga.de-Einzelkritik.

Jens Lehmann: Verbrachte einen verhältnismäßig ruhigen Abend in Schottland. Bei hohen Bällen war er stets zur Stelle. In den wenigen brenzligen Situationen agierte er mit Übersicht und Routine. Lehmann musste keinen einzigen echten Torschuss parieren.

Ricardo Osorio: Feierte sein Comeback und lieferte mit seiner Routine eine solide Leistung rechts in der Viererkette. Der Mexikaner brachte starke 92 Prozent der Pässe zum Mitspieler.

Georg Niedermeier: Spielte über weite Strecken ruhig und abgeklärt in der Innenverteidigung. Gegen die bulligen schottischen Stürmer hatte er nur gelegentlich Probleme und glänzte mit Präsenz bei hohen Bällen. Niedermeier klärte die meisten gefährlichen Aktionen (9) nach Delpierre.

Matthieu Delpierre: Der Abwehrchef organisierte die VfB-Defensive gewohnt souverän. In der Druckphase der Schotten behielt er bei einer Großchance der Rangers die Übersicht und klärte im Laufduell gegen den gestarteten Kenny Miller. Delpierre gewann seine sieben Zweikämpfe am Ball allesamt.

Arthur Boka: Der Linksverteidiger rückte häufig mit auf, da er defensiv über weite Strecken wenig gefordert war. Mit seinen Flanken sorgte er insbesondere in der Anfangsphase für etliche gefährliche Szenen im Rangers-Strafraum. Kein Stuttgarter schlug mehr Flanken aus dem Spiel heraus.

Sebastian Rudy: Das 19-jährige VfB-Talent machte wohl eines der besten Spiele seiner jungen Karriere. Im rechten Mittelfeld sorgte der quirlige Rudy laufend für Betrieb. Seine Leistung veredelte er früh durch seinen Treffer nach Hleb-Zuspiel (16.) und krönte sie mit einer herrlichen Flanke vor dem 2:0 durch Kuzmanovic.

Christian Träsch: Spielte im defensiven Mittelfeld einen soliden Part neben Kuzmanovic und war meist mit Defensivaufgaben gebunden. Träsch brachte gute 92 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler.

Zdravko Kuzmanovic: War der Denker und Lenker im VfB-Mittelfeld. Spielte überlegte Pässe nach vorne und verlieh dem VfB-Spiel dadurch Struktur. Kurz nach der Führung hatte er Pech, als er per Freistoß ins lange Eck traf und das Tor aufgrund einer Abseitsstellung Delpierres nicht gegeben wurde. Sein Tor gelang ihm dann später: In der 59. Minute köpfte er nach einer Rudy-Flanke lehrbuchmäßig ein und sorgte damit für die Vorentscheidung.

Alexander Hleb: Erwischte keinen guten Start ins Spiel und spielte in den Anfangsminuten ungewohnte viele Fehlpässe. In der 16. Minute führte sein Geistesblitz zur Führung: Nach einem herrlichen Doppelpass mit Cacau legte er mustergültig zur Mitte, wo erst Progrebnyak verpasste und anschließend Rudy einnetzte.

Pavel Pogrebnyak: Absolvierte ein enormes Laufpensum und stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Rieb sich allerdings häufig gegen die robusten Rangers-Verteidiger auf und agierte unglücklich im Abschluss. Er spielte den haarsträubenden Fehlpass vor der größten Rangers-Chance durch Boyd (36.). Den Abpraller nach einem Cacau-Schuss vergab er in der 61. Minute frei vor dem Tor. Der Russe hatte außerdem in der 78. Minute Pech, als er aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf.

Cacau: Ähnlich wie Sturmpartner Progrebnyak legte er weite Wege zurück und glänzte durch Einsatzfreude. Prüfte Rangers-Keeper McGregor mehrmals mit satten Schüsse, hatte aber kein Fortune im Abschluss.

Thomas Hitzlsperger: Kam in der 75. Minute für Kuzmanovic. Spielte in der Schlussphase präzise Pässe und bewahrte damit die Ruhe und Ordnung im Mittelfeld.

Julian Schieber: Der Stürmer ersetzte in der 82. Minute Cacau nachdem er sich lange warmgelaufen hatte. Hatte in der 87. Minute noch eine gute Chance, doch sein Schuss geriet zu schwach und ungenau.

Timo Gebhart: Kam in der 90. Minute für Sebastian Rudy.