München - 5:1 gegen den 1. FC Köln - mit einer Galavorstellung verzückte der FC Schalke 04 am Wochenende die Fans und setzte in der Bundesliga ein Ausrufezeichen. Kein Wunder also, dass auch in der "Elf des 2. Spieltags" einige Gelsenkirchener zu finden sind.

Fünf Spieler des Pokalsiegers wurden in die Elf gewählt, angeführt vom Sturmduo der "Knappen". Ansonsten läuft eine bunte Mischung auf: Kein Verein außer Schalke ist mit mehr als einem Spieler vertreten. Zwei Akteure allerdings, einer aus Mönchengladbach und einer vom Meister aus Dortmund, haben sowohl am 1. als auch am 2. Spieltag überzeugt und konnten ihre Nominierung wiederholen.

Tor:

Marc-Andre ter Stegen (Borussia Mönchengladbach):
Ter Stegen wehrte sechs der sieben Stuttgarter Torschüsse auf seinen Kasten ab und verhinderte so eine Heimniederlage der Borussia. Er ist einer von zwei Spielern, die bisher an beiden Spieltagen in der "Elf des Spieltags" standen.

Abwehr:

Michal Kadlec (Bayer Leverkusen):
Der Tscheche präsentierte sich sehr offensivstark: Kadlec gab die meisten Torschüsse aller Spieler ab (vier) - und das als Abwehrspieler. Schließlich wurde er mit dem Goldenen Tor zum 1:0 belohnt.

Benedikt Höwedes (FC Schalke 04):
Der Nationalspieler erledigte seine Aufgaben beim Kantersieg von S04 gewohnt souverän. Höwedes war mit 79 Prozent gewonnenen Zweikämpfen zweikampfstärkster Schalker auf dem Feld.

Mats Hummels (Borussia Dortmund):
Dortmund kontrollierte die Partie und stand hinten meist sicher, Hummels' Daten sind der Beleg dafür: Er hatte die mit Abstand meisten Ballkontakte aller Akteure (106) - exakt doppelt so viele wie der Hoffenheimer, der am häufigsten am Ball war (Edson Braafheid 53 Mal). Auch er war schon am 1. Spieltag Teil der Spieltagself.

Marco Höger (FC Schalke 04):
Ein Traumtag von Höger - drei Assists! Der Schalker war damit seit über fünf Jahren der erste Schalker, der in einem Spiel drei Torvorlagen gab. Im Februar 2006 gelang das zuletzt Rafinha (beim 7:4 gegen Leverkusen).

Mittelfeld:

Sejad Salihovic (1899 Hoffenheim):
Der Schütze des Goldenen Tores gegen Dortmund ist ein wahrer Standard-Spezialist. Er traf zum siebten Mal in seiner Bundesliga-Karriere mit einem direkten Freistoß - das gelang außer dem bei Wolfsburg ausgemusterten Diego keinem anderen aktuellen Bundesliga-Spieler so oft.

Luiz Gustavo (Bayern München):
Der Offensivreihe der Bayern gelang nicht viel, da musste es Gustavo selbst in die Hand nehmen. Kein Spieler auf dem Platz gab mehr Torschüsse ab als der defensive Mittelfeldmann - sein dritter Versuch landete im Tor.

Lewis Holtby (FC Schalke 04):
Holtby erzielte endlich sein erstes Bundesligator im Schalke-Trikot und trug auch im Spielaufbau dazu bei, dass Köln in Gelsenkirchen kein Land sah. Der Nationalspieler leistete sich nur 13 Prozent Fehlpässe.

Marcel Risse (1. FSV Mainz 05):
Mit einem Tor und einer Torvorlage war Risse der entscheidende Mann beim Erfolg der Rheinhessen in Freiburg. Dies verdiente er sich auch mit der größten Laufleistung beim FSV (11,5 km).

Sturm:

Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke 04):
Huntelaar gelang als erstem Schalker Spieler seit dem 18. Dezember 2010 ein Dreierpack - damals hatte Raul drei Mal getroffen, auch gegen Köln (3:0). Es war auch Huntelaars erster Dreifacherfolg in der Bundesliga.

Raul (FC Schalke 04):
Die Kölner liegen der lebenden Real-Legende: Raul traf in allen drei Spielen gegen den FC (insgesamt fünf Mal). Und sein Traumtor per Lupfer über Kölns Torwart Michael Rensing versetzte die Massen auf Schalke nicht zum ersten Mal in Verzücken.