Trotz des starken Saisonauftakts mit vier Punkten aus zwei Spielen herrscht bei Aufsteiger 1. FC Köln keine überschwängliche Euphorie.

Während rund 3.000 mitgereiste Fans nach dem 2:0 (2:0)-Auswärtssieg beim VfB Stuttgart selig feierten, hielt Stöger den Ball nach dem Sieg gegen wenig überzeugende Schwaben daher bewusst flach. „Es werden auch sehr schwere Phasen kommen, mit vier Punkten hat noch keine Mannschaft die Klasse gehalten“, sagte der Österreicher. Doch auch Stöger wollte seine Zufriedenheit nach dem gelungenen Auftritt seiner Mannschaft natürlich nicht verbergen: „Wir haben geschickt verteidigt, es den Stuttgartern schwer gemacht. Das war eine starke, engagierte Leistung.“

 Stöger: "Wir sind konkurrenzfähig"

Zwar will auch Dominic Maroh schön auf dem Boden der Realität bleiben, aber so 30 Minuten am Stück wolle er sich schon die Tabelle auf Videotext mal angucken, erzählte der Innenverteidiger. Maroh stellte mit Genugtuung fest, dass es auch in der Bundesliga bislang keine Mannschaft geschafft habe, „uns wegzulaufen oder uns schwindelig zu spielen“.

Der starke Saisonauftakt gibt dieser Mannschaft Selbstvertrauen für die kommenden 32 Spiele. Und auch Trainer Peter Stöger freute sich über das fest gebaute Fundament für die kommenden Wochen, er analysierte: „Was wir gerne mit in die Länderspielpause nehmen, ist die Erkenntnis: Wir sind konkurrenzfähig – auswärts wie zu Hause. Dieses Gefühl macht uns sehr glücklich.“

Hinten steht der FC wie schon in der vergangenen Saison sehr stabil. „Wir lassen kaum klare Torchancen des Gegners zu, das ist die Basis. Das haben wir auch so in der Vorbereitung geübt“, sagte Maroh: „Und nach vorne sind wir sehr effizient.“ (Topdaten zum Spiel)

Vorfreude auf das Aufsteigerduell

Danach hatte zwar der VfB 66 Prozent Ballbesitz, aber die Kölner verteidigten als Mannschaft so geschickt, dass nichts Zählbares für die Schwaben herauskam. Trotz der vielen Bundesliga-Novizen im Team agierte der FC sehr reif und geschlossen. Stolz, ohne übermütig zu wirken, durfte Trainer Stöger deshalb auch konstatieren: „Ich denke, uns kann niemand absprechen, dass wir einen guten Job machen, der Verein, die Mannschaft und das Trainerteam. Jeder hat jetzt gesehen, dass wir einen Plan haben.“

Aus Stuttgart berichtet Tobias Schächter