Nürnberg - Nach rund 20 Minuten musste der Mannschaftsarzt des Hamburger SV, Philip Catala-Lehnen, das erste Mal eingreifen. Und es sollte nicht sein letzter, und vor allem nicht sein schlimmster Einsatz im Spiel beim 1. FC Nürnberg gewesen sein.

Denn neben Torhüter Jaroslav Drobny, der sich bei einem Zusammenprall mit FCN-Stürmer und Landsmann Tomas Pekhart an der Hüfte verletzte und rund um besagte 20. Minute lange behandelt und anschließend ausgewechselt werden musste, erwischte es in der Schlussphase auch noch Gojko Kacar.

Operation bei Kacar



Kacar wurde in der zweiten Hälfte eingewechselt und half insbesondere in den letzten Minuten vehement mit, diesen einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt zu verteidigen - und bezahlte dafür einen hohen Preis. Denn bei einem Klärungsversuch gegen Nürnbergs Didavi fiel dieser unglücklich auf Kacars linkes Bein. Mit bösen Folgen: Knöchel gebrochen, dazu das Innen- sowie das Syndesmoseband gerissen. Kacar wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht und wird direkt in Nürnberg operiert.

Auch Drobny blieb der Weg in die Klinik nicht erspart, eine schwere Hüftprellung wird vermutet, das Gehen fällt schon schwer, Dauer der Pause ungewiss. Und so war es nicht nur ein arbeitsreicher Tag für Philip Catala-Lehnen, sondern auch ein Tag, der die Freude über den Punkt, über den vermiedenen direkten Abstieg und über die sehr gute Ausgangslage für die letzten beiden Spiele doch arg trübte. "Ich freue mich über das Unentschieden und die Tatsache, dass wir zwei Spieltage vor Schluss fünf Punkte Vorsprung haben", sagte Sportchef Frank Arnesen, "doch ich bin traurig über die Verletzungen. Ich wünsche Gojko alles Gute, das wünschen wir alle ihm. Und wir hoffen auch, dass es bei Jaroslav nicht so schlimm ist."