In bisher jeder Partie des 3. Spieltags ist mindestens ein Tor gefallen. Das gefällt den Fans - aber auch den Trainern? bundesliga.de hat die Stimmen gesammelt.

FC Bayern München - Hertha BSC Berlin 4:1 (1:0)

Trainer Jürgen Klinsmann (Bayern München): Die Mannschaft hat die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, von der ersten Minute an umgesetzt und Hertha unter Druck gesetzt. Wir haben auf eine Dreierkette in der Abwehr umgestellt, um mit fünf Mann im Mittelfeld besser in die Zweikämpfe zu kommen - das hat sehr gut geklappt. Der Sieg hat gut getan. Ich glaube, wir kommen so langsam ins Rollen.

Trainer Lucien Favre (Hertha BSC Berlin): Bayern war viel besser als wir und hat sehr, sehr stark gespielt. Wir haben nach dem 0:1 nicht mit Geduld weiter verteidigt und stattdessen die Orientierung verloren. Ich bin sehr enttäuscht von der Leistung meiner Mannschaft.


VfB Stuttgart - Hannover 96 2:0 (2:0)

Trainer Armin Veh (VfB Stuttgart): Hannover hat sehr gut angefangen, und wir haben keine Mittel gefunden, um nach vorne zu spielen. Erst später sind wir besser ins Spiel gekommen. Es war wichtig, dass wir das 1:0 machen und dann auch noch vor der Halbzeit auf 2:0 erhöhen. In der zweiten Halbzeit hätten wir das 3: 0 und 4:0 machen müssen. Meine Mannschaft hat heute den Willen gezeigt, den sie gegen Leverkusen vermissen ließ.

Trainer Dieter Hecking (Hannover 96): Mit einem Punkt aus drei Spielen sind wir nicht zufrieden. Es hätten mehr sein können. Aber heute war es auch nicht so, dass man sagen könnte, es bestand ein himmelweiter Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. Wir hatten zwei schwere Auswärtsspiele in Schalke und Stuttgart, da kann man nicht davon ausgehen, dass 96 da etwas holt. Natürlich formuliert man seine Ziele, aber das muss sich alles finden.


Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen 3:2 (2:0)

Trainer Jos Luhukay (Borussia Mönchengladbach): Wir haben mit Herz und Leidenschaft agiert und taktisch sehr gut gespielt. Wir haben sehr schöne Tore erzielt. Ich bin froh, dass wir den ersten Sieg eingefahren haben, jetzt dürfen wir aber nicht abheben.

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Gladbach hat verdient gewonnen. Sie haben sehr aggressiv, sehr kampfbetont und sehr einsatzfreudig gespielt. Das sind alles Dinge, die uns gefehlt haben. Wir haben einen gewaltigen Schritt zurück gemacht.


FC Schalke 04 - VfL Bochum 1:0 (1:0)

Trainer Fred Rutten (Schalke 04): Das war kein super Spiel, aber von der Psyche und dem Charakter haben wir ein gutes Spiel gemacht. In der ersten Halbzeit hat Bochum viel Druck auf unsere Abwehr gemacht, aber es gab keine Riesenmöglichkeiten. Wir haben in der Organisation gut gestanden und ein sehr gutes Tor gemacht. Wenn wir das 2:0 gemacht hätten, wäre es gelaufen gewesen. Aber die Jungs haben die Ruhe behalten und haben gezeigt, dass sie Charakter haben.

Trainer Marcel Koller (VfL Bochum): Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gezeigt, aber nach vorne zu hektisch agiert. Das 1:0 ist durch einen Konter gefallen, der nicht passieren durfte. Danach haben wir es nicht hingekriegt, Druck und Gefahr vor dem Schalker Tor zu entwickeln. Die Schalker waren mit Standardsituationen noch sehr gefährlich. Wir haben jetzt einen Punkt und sind unzufrieden damit.


Arminia Bielefeld - Hamburger SV 2:4 (2:1)

Trainer Michael Frontzeck (Arminia Bielefeld): Es war insgesamt ein tolles Spiel, leider mit dem falschen Ausgang. Der Unterschied war, dass der HSV aus fünf Chancen vier Tore gemacht hat, wir aus acht oder neun leider nur zwei. Normalerweise bin ich dann sauer, das kann ich aber nicht sein, denn die Mannschaft hat ein gutes Spiel gemacht.

Trainer Martin Jol (Hamburger SV): Das erste Tor ist fast aus dem Nichts gefallen, da waren wir fast ein bisschen naiv. Die erste Halbzeit lief für Bielefeld, die zweite Halbzeit dann aber für uns. Ich glaube, dass wir in der zweiten Halbzeit so viel Druck gemacht haben, dass die Tore dann einfach kommen mussten.


VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 2:2 (1:1)

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): Eine Stunde langen haben wir guten Fußball gespielt, danach sind wir allerdings unverständlicherweise nervös geworden. Es war mehr drin als dieses Unentschieden. Insofern kann ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, obwohl es phasenweise nicht schlecht lief.

Trainer Friedhelm Funkel (Eintracht Frankfurt): Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Wir haben uns auch vom Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lassen und konzentriert weitergespielt. Ich denke, am Ende war das 2:2 ein gerechtes Ergebnis.


Bayer Leverkusen - 1899 Hoffenheim 5:2 (3:1)

Trainer Bruno Labbadia (Bayer Leverkusen): Nach dem 4:2 waren wir sehr erleichtert. Nach der Pause haben wir unbewusst einen Gang zurückgeschaltet, das darf man gegen Hoffenheim nicht machen. Das ist eine sehr starke Mannschaft, die nicht um sonst da vorne steht. Insgesamt haben wir aber schon viele, viele Dinge richtig gut gemacht.

Trainer Ralf Rangnick (1899 Hoffenheim): Über die gesamten 90 Minuten gesehen war der Sieg von Leverkusen verdient, auch wenn er am Ende um mindestens ein Tor zu hoch ausgefallen ist. Wir haben vorher gewusst, dass wir zum ersten Mal auf eine absolute Spitzenmannschaft treffen. In der zweiten Halbzeit waren wir drauf und dran, das Spiel noch zu drehen, aber insgesamt haben wir einfach ein paar Fehler zu viel gemacht.


FC Energie Cottbus - Borussia Dortmund 0:1(0:1)

Trainer Bojan Prasnikar (Energie Cottbus): Ich bin nicht zufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir mit Angst gespielt und dem Gegner zu viel Raum gelassen. In der zweiten Hälfte haben wir dann etwas mehr Druck ausgeübt und sind besser ins Spiel gekommen, aber wir waren dabei nach vorne zu wenig gefährlich. Das ist derzeit unser größtes Problem.

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Ich bin sehr zufrieden, das war ein verdienter Sieg. Wir waren auf den Gegner gut vorbereitet und die Mannschaft hat eine sehr gute Einstellung an den Tag gelegt. Leider haben wir uns zu wenig Torchancen herausgespielt, so dass es am Ende noch einmal eng wurde. Aber die jungen Burschen in der Abwehr haben das hervorragend gelöst.


Karlsruher SC - 1. FC Köln 0:2 (0:0)

Trainer Christoph Daum (1. FC Köln): Ich konnte mich das ganze Spiel davon nicht freimachen. Wir haben ein Verhältnis, das über das normale Trainer-Spielerverhältnis hinausgeht. Ich war damals bei dem Vorfall mit Foe im Stadion. Das wünscht man niemandem.

Trainer Edmund Becker (Karlsruher SC): Wir wussten erst nicht, was los war. Dann kam so etwas wie Panik auf. Er war, glaube ich bewusstlos. Da gerät der Fußball irgendwie zur Nebensache.