Köln - Es sind "klingende Namen", wie BVB-Coach Jürgen Klopp sagt, die am Samstag im Spiel beim 1. FC Köln in den Kader von Borussia Dortmundzurückkehren werden (zur Duell-Vorschau). Mit Marco Reus, Henrikh Mkhitaryan und Ilkay Gündogan stehen den Schwarz-Gelben nach der Länderspielpause gleich drei hochkarätige, zuletzt schmerzlich vermisste Stars wieder zur Verfügung.

Klopp wirkte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel in der Domstadt glücklich angesichts der Rückkehr des Trios: "Sie sind wieder da, aber es geht jetzt darum, dass sie uns auch wirklich weiterhelfen können. Sie müssen bald auch soweit sein, dass sie unseren Fußball spielen können." Nur mit großen Namen können man nicht gewinnen.

"Haben deutlich zu wenige Punkte"

"Es sieht alles recht gut aus, ich bin da optimistisch", sagte Klopp weiter. Er ließ trotzdem offen, wer aus dem Trio zum Einsatz kommen wird: "Was ich von ihnen erwarte, werde ich ihnen selber sagen." Der 47-Jährige mahnte vor überzogenen Erwartungen an die Kreativspieler. "Wir haben deutlich zu wenig Punkte und nicht viele positive Ergebnisse - natürlich hoffen alle, dass die Jungs mit den klingenden Namen gleich zu 100 Prozent auf dem Platz stehen. Aber wir dürfen nicht glauben, dass wir jetzt automatisch die Spiele gewinnen", sagte Klopp.

Neben den drei Wiedergenesenen sind auch die restlichen Spieler von der langen Dortmunder Verletztenliste auf einem guten Weg. Oliver Kirch könnte am Wochenende ins Mannschaftstraining einsteigen, Jakub Blaszczykowski und Nuri Sahin (im Lauftraining) machen auf dem Weg zurück dorthin weitere Fortschritte und auch Marcel Schmelzers Ausfall (Mittelhandbruch) ist nur temporär. Der linke Verteidiger absolviert schon wieder Laufeinheiten, auch wenn er "die Hand dabei ständig in die Höhe recken muss", wie Klopp schmunzelnd anmerkte.

Mit aller Konsequenz punkten...

Auch bei Shinji Kagawa, der mit einer leichten Gehirnerschütterung vorzeitig von der Nationalmannschaft abgereist war, sieht es laut Klopp gut aus: "Shinjis Verletzung war zum Glück kein Drama." Der Japaner absolvierte bereits am Mittwoch eine komplette Trainingseinheit. Die deutschen Nationalspieler Mats Hummels und Erik Durm kamen jedoch beide mit einer leichten Erkältung vom DFB-Team zurück und wurden am Donnerstag im Training geschont.

Größtenteils gute Nachrichten also für Jürgen Klopp, der für den Gegner vom Samstag sehr viel Lob übrig hatte. "Der 1. FC Köln hat eine sehr stabile Defensive, sie sind lange ohne Gegentor geblieben. Der Verein hat sich unter Peter Stöger und Jörg Schmadtke exzellent entwickelt", so Klopp. Trotzdem merkte er an, dass die Kölner aktuell auch nur sechs Punkte hätten. "Für uns geht es darum, mit aller Konsequenz zu punkten."

Dennis-Julian Gottschlich