München - Eine Woche vor Rückrundenstart testen mehrere Bundesligisten. Unter anderem sind Dortmund und Schalke im Einsatz; drei weitere Teams aus der Bundesliga stehen sich im Winter-Cup in Düsseldorf gegenüber.

Auch andere Clubs testen fleißig. bundesliga.de fasst die Partien vom Samstag zusammen.

FC Basel - Borussia Dortmund 0:4

Spielerisch schon in Topform, aber 45 Minuten lang noch nicht "eiskalt" genug vor dem gegnerischen Tor: Borussia Dortmund münzte deutliche Feldvorteile und zahlreiche Chancen erst im 2. Durchgang zu Treffern um und gewann die Generalprobe vor dem Rückrundenstart durch Tore von Lewandowski, Sahin, da Silva sowie Ginczek hochverdient mit 4:0 (1:0) beim FC Basel.

Fünf Tage vor dem Ligastart am Freitag Abend in Leverkusen konnte Jürgen Klopp nicht die Erfolgself der Hinrunde setzen. Neben Shinji Kagawa, der möglicherweise bis Ende Januar für Japan beim Asien-Cup aktiv ist und die ersten drei Rückrundenspiele verpassen könnte, fehlten Lucas Barrios und Sebastian Kehl, die zeitgleich in Dortmund eine intensive Trainingseinheit absolvierten. Auch Patrick Owomoyela und Mario Götze waren nicht dabei: Wegen einer Verspannung in der Oberschenkelmuskulatur legte der junge Mittelfeldspieler eine Pause ein - eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Der BVB agierte deutlich überlegen, traf aber zunächst nicht ins Tor. Erst kurz vor Pausenpfiff klappte es spektakulär: Lewandowski hielt Sekunden aus knapp 30 Metern drauf, der noch leicht abgefälschte Schuss schlug zum 1:0 im linken oberen Torwinkel ein. Mit dem ersten Angriff in Halbzeit zwei erhöhte Borussia auf 2:0, Sahin zog ab und traf platziert unten links (61.). Der eingewechselte da Silva machte in der 70. Minute alles klar. Kurz vor Schluss traf auch noch Ginczek zum 4:0-Endstand.

BVB: Weidenfeller - Piszczek (82. Hornschuh), Subotic (82. Sobiech), Hummels (69. Santana), Schmelzer (75. Dede) - Bender (69. da Silva), Sahin (75. Feulner) - Kuba (82. Ginczek), Zidan (64. Hajnal), Großkreutz (75. Stiepermann) - Lewandowski (82. Le Tallec)


Karabukspor - FC Schalke 04 0:3

Mario Gavranovic, Christian Pander und Ivan Rakitic haben den FC Schalke 04 am Sonntagnachmittag zum ersten Testspielsieg im Jahr 2011 geschossen. Gegen den türkischen Erstligisten Karabükspor gewann "Königsblau" im Arcadia Stadium in Belek mit 3:0. Felix Magath ließ mit Raul und Klaas-Jan Huntelaar seinen etatmäßigen Sturm nicht auflaufen. Das Duo absolvierte ebenso wie ein halbes Dutzend weiterer Spieler auf einem Nebenplatz eine Trainingseinheit. Zudem veränderte der Schalker Chef-Trainer die taktische Ausrichtung ein wenig. Als einzige Spitze lief Mario Gavranovic auf.

Und der Schweizer U-21-Nationalspieler traf bereits nach vier Minuten ins Tor. Nach einem feinen Pass von Ivan Rakitic auf die rechte Seite waren sich Karabüks Torhüter Vjesklov Tomic und ein Verteidiger uneinig, so dass Gavranovic freie Bahn hatte und aus knapp 20 Metern unbedrängt zur Führung einschoss.

Den 2. Abschnitt begann "Königsblau" mit viel Tempo. Mit einem Aufsetzer aus der zweiten Reihe sorgte Ivan Rakitic nur drei Minuten nach Wiederanpfiff erneut für Gefahr und zwang Tomic zu einer Glanzparade. In der Folgezeit entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich das Geschehen vorwiegend im Mittelfeld abspielte. In der Schlussphase drehte der S04 dann noch einmal auf. In der 84. Minute hatte Edu einen Gedankenblitz und spielte den Ball maßgenau in den Lauf des zur Pause eingewechselten Christian Pander. Der Linksfuß nahm die Kugel kurz mit und zog anschließend entschlossen zum 2:0 ab. Drei Minuten später erhöhte Rakitic auf 3:0. Der Kroate schloss einen Doppelpass mit Gavranovic aus kurzer Distanz erfolgreich zum Endstand ab.

Schalke: Schober - Matip, Papadopoulos, Metzelder (46. Zander), Schmitz - Moritz, Rakitic - Draxler (46. Pander), Jurado (58.), Jendrisek - Gavranovic


VfL Osnabrück - Bayer Leverkusen 0:3

Leverkusen trat ohne Michael Ballack an, der in Leverkusen Einzeltraining absolvierte. In den ersten Spielminuten versteckten sich die Osnabrücker keineswegs gegen den klassenhöheren Gegner. Die erste nennenswerte Gelegenheit verbuchten aber die Gäste und kamen auch sogleich zum Führungstreffer (11.): Nach einem von Patrick Helmes scharf herein gegebenen Eckball verlängerte Kießling per Kopf. Simon Rolfes setzte sich beim Gestocher im Fünfmeterraum durch und schob den Ball über die Linie.

Im Gegenzug die erste Chance von Osnabrück: Durch einem Fehlpass der Bayer 04-Abwehr landete der Ball bei Osnabrücks Nicky Adler, der passt auf Sebastian Tyrala, der vom Elfmeterpunkt aber neben das Tor zielte. Der Rest der ersten Halbzeit gehörte fast nur den Leverkusenern. Die "Werkself kam zu mehren Chancen durch Kießling, Helmes und Sam.

Unverändert begann die "Werkself" die zweite Spielhälfte. Auch am Spielgeschehen änderte sich nichts. Folgerichtig kam sie auch zur ersten großen Chance, wenn auch erst in der 60. Spielminute. Nach einer schönen Kombination über links behielt Bender die Übersicht und passte auf den von rechts herein rückenden Renato Augusto, der aus 13 Metern ins lange Eck traf: 2:0. Nur fünf Minuten später erhöhte Sam auf 3:0 (65.). Eine Hereingabe von Augusto lenkt ein Osnabrücker Abwehrspieler vor die Füße von Sam ab, der völlig frei stehend flach abzog. Danach gab es kaum noch Strafraumszenen, sodass es beim verdienten Erfolg für Leverkusen blieb.

Leverkusen: Giefer - Schwaab (75. Vida), Friedrich (70. Hyypiä), Reinartz, Castro (75. Kadlec) - Rolfes, Bender (75. Balitsch), Sam (75. Jörgensen), Augusto - Helmes, Kießling


Wintercup in Düsseldorf mit Borussia Mönchengladbach, FC St. Pauli, 1. FC Kaiserslautern und Fortuna Düsseldorf

Borussia Mönchengladbach hat am Sonntag den Wintercup in Düsseldorf gewonnen. Nach einem 2:0-Sieg im Halbfinbale gegen den 1. FC Kaiserslautern setzte sich das Team im Endspiel nach Elfmeterschießen mit 5:3 gegen den FC St. Pauli durch. Das Spiel um Platz drei gewann der 1. FC Kaiserslautern ebenfalls nach Elfmeterschießen mit 4:2.

Gladbach - Lautern 2:0

Gladbach: Bailly - Levels, Brouwers, Stranzl, Daems - Neustädter, Nordtveit - Reus, Idrissou - de Camargo, Hanke
Lautern: Sippel - Kirch, Amedick, Rodnei, Jessen - Petsos, De Wit (33. Knaller) - Amri, Moravek, Ilicevic - Nemec

FC St. Pauli - Fortuna Düsseldorf 5:4 n.E.

St. Pauli: Kessler - Gunesch, Eger, Oczipka, Volz - Schultz, Kruse, Bruns, Bartels - Hennings, Asamoah
Düsseldorf: Ratajczak - van den Bergh, Lukimya, Langeneke, Weber - Christ, Bodzek - Lambertz, Jovanovic, Fink - Torghelle

Spiel um Platz 3, Lautern - Düsseldorf 4:2 n.E.

Lautern: Knaller - Fuchs, Amedick, Abel, Bugera - Amri (21. Ilicevic), Bilek, Schulz, Walch - Micanski, Hoffer
Düsseldorf: Ratajczak - Schwertfeger, Tiago, Langeneke, Dum - Bröker, Bodzek (21. Lambertz), Zoundi - Gaus, Beister

Finale, Gladbach - St. Pauli 5:3 n.E.

Gladbach: Heimeroth - Schachten, Anderson, Jantschke, Wissing - Marx, Bradley - Herrmann, Arango - Bäcker, Matmour
St. Pauli: Pliquett - Rothenbach, Gunesch, Zambrano, Oczipka (20. Volz) - Boll, Lehmann, Kruse (20. Sukuta-Pasu), Takyi - Naki, Ebbers
Tore: 1:0 Marx, Lehmann verschießt, 2:0 Bradley, 2:1 Ebbers, 3:1 Schachten, 3:2 Takyi, 4:2 Jantschke, 4:3 Sukuta-Pasu, 5:3 Bäcker


1899 Hoffenheim - Twente Enschede 1:1

Für 1899 Hoffenheim reichte es gegen den niederländischen Ehrendivisionär Twente Enschede trotz zahlreicher hochkarätiger Chancen nur zu einem 1:1-Unentschieden. Vedad Ibisevic erzielte in der 72. Minute den hochverdienten Ausgleich vom Elfmeterpunkt. Cheftrainer Marco Pezzaiuoli nutzte die letzte Partie vor dem Rückrundenauftakt, um im Mittelfeld zu experimentieren. Er zog Isaac Vorsah auf die Sechs neben Rudy und Alaba, Jaissle spielte an der Seite von Compper, Beck und Ibertsberger in der Viererkette. In der Offensive wirbelten zunächst Sigurdsson, Salihovic und Ibisevic. Tom Starke komplettierte die Anfangself.

1899 hatte in den Anfangsminuten leichte Probleme ins Spiel zu finden. Und so hatten auch die Niederländer die erste Chance der Partie, die Starke jedoch toll vereitelte (6.). Hoffenheim in der Folge besser sortiert, mit zahlreichen Balleroberungen im Mittelfeld und blitzschnellem Umschalten in die Spitze. Allerdings sollten die Tore erst in der 2. Halbzeit fallen.

Zur Pause wechselte Pezzaiuoli zwei Mal aus, brachte Vukcevic für Vorsah und Simunic für Compper. Twente, die bis dahin nur selten den Weg in den Hoffenheimer Strafraum gefunden hatten, gingen in der 55. Minute überraschend in Führung. Chadli legte den Ball schön auf de Jong, der Haas keinerlei Abwehrchance ließ. Doch das Spiel kippte wieder in die Richtung der blau-weiß gekleideten Pezzaiuoli-Schützlinge. Zunächst scheiterte Ibisevic noch am Twente-Keeper (65.), ehe er sieben Minuten später per Handelfmeter zum verdienten 1:1-Ausgleich traf.

Hoffenheim: Starke (45. Haas) - Beck, Jaissle (56. Compper), Compper (45. Simunic), Ibertsberger - Rudy, Vorsah (45. Vukcevic), Alaba - Sigurdsson (60. Mlapa), Salihovic (60. Weis), Ibisevic (80. Firmino)