Köln – 2013 hat Kevin Assia bereits Geschichte geschrieben: Der damals 17-Jährige sicherte sich den Titel in der Premieren-Saison der VBL. Im damaligen Finale bewies er außerordentliche Nervenstärke, denn der 2:1-Siegtreffer fiel erst in der zweiten Hälfte der Verlängerung. Beim zweiten Offline-Qualifikationsturnier dieser Spielzeit in Köln trug ihn ebendiese mentale Stärke zum Erfolg auf der Xbox und damit auch zum VBL-Finale in Dortmund. Damit war Assia bei bislang allen Finalturnieren der VBL vertreten.

Ab dem Viertelfinale ging es in den Partien stets knapp für Assia zu, der in Köln in einem durchaus offensiven 4-3-3-System an den Start ging. Zunächst qualifizierte er sich gegen Matthias "Stylo" Hietsch erst im Elfmeterschießen und auch das Halbfinale gegen seinen Manager Mikael Daryan war spannend bis zum Schluss. Letztlich setzte sich Assia mit 1:0 durch.

Aubameyang ist der Liebling

Im Finale traf Assia auf Tim Schwartmann, der zum eSport-Team des FC Schalke 04 gehört. Nach einem 1:1 im Hinspiel entschied der VBL-Meister von 2013 das Rückspiel mit 1:0 für sich und sicherte sich so den Titel. Wie die Vielzahl der Teilnehmer in Köln entschied sich Assia in seinem Bundesliga-Ultimate-Team für Pierre-Emerick Aubameyang als Mittelstürmer. Der BVB-Star war mit 52 Nominierungen der beliebteste Spieler des Turniers. Es folgten Marco Reus (47) und Arturo Vidal (43), die für Assia ebenfalls beide auf dem Feld standen.

Auch Daniel "Dani" Fink, der das PS4-Turnier in Köln gewann, setzte auf dieses Trio. Wie Erhan Kayman in der vergangenen Woche spielte sich auch Fink erst durch ein Blitzturnier am Vormittag ins Hauptfeld, ließ dann aber so gut wie nichts anbrennen. Nur im Viertelfinale musste er gegen Florian Brandenburg in die Verlängerung, aber gerade im Finale spielte er überragend auf. Beim Stande von 6:0 im Hinspiel gab sein Gegner Rico Tessmann auf. Was für eine Demonstration!

Viertes Finale für Fink

"Allergrößten Respekt für die Demontage im Finale, ich bin noch nie so an die Wand gespielt worden", erklärte Tessmann im Anschluss an die Partie. Die vierte Finalteilnahme geriet so für Daniel Fink nicht ernsthaft in Gefahr. Vielleicht gelingt Fink nach dem Halbfinaleinzug beim VBL-Finale 2016 ja in diesem Jahr der ganz große Wurf. Mit seiner Leistung in Köln hat er jedenfalls ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz gesendet.