Zusammenfassung

  • Mainz 05 verstärkt sich mit Angreifer Kenan Kodro

  • Der 23-Jährige kommt aus Osasuna und verlässt erstmals sein Geburtsland Spanien

  • Kodro spielt für die bosnische Nationalelf und soll so erfolgreich werden wie Edin Dzeko oder Vedad Ibisevic vor ihm

Köln - Der 1. FSV Mainz 05 hat sich mit Angreifer Kenan Kodro verstärkt. Was dürfen sein neuer Verein und die Bundesliga vom 1,90-Mann erwarten? bundesliga.de klärt auf.

>>> Alle Bundesliga-Transfers im Überblick

Der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder setzte zu einer echten Lobeshymne auf seinen neuen Stürmer an, als der Transfer endlich perfekt war. Kodro ist für ihn "ein variabler und kompletter Angreifer", er sei "physisch robust, durchsetzungs- und abschlussstark, aber auch technisch versiert, ballsicher und gut ins Kombinationsspiel einzubinden" und darüber hinaus auch noch "ein ganz ausgezeichneter Charakter".

Raus aus der Komfortzone

Ein großes Lob für den jungen Mann, der sich entschlossen hat, mit 23 Jahren erstmals seine Komfortzone zu verlassen. Kodro wurde in San Sebastian geboren und spielte dort in der Jugend für Real Sociedad. Auf Leihbasis ging es 2012 kurzzeitig zu Lagun Onak - weniger als eine Autostunde von seinem Geburtsort entfernt. Von 2014 bis 2017 spielte er schließlich für CA Osasuna - etwas mehr als eine Autostunde von seinem Geburtsort entfernt.

Mainz ist die erste Auslandsstation für Kodro - und zwölfeinhalb Autostunden von seinem Geburtsort entfernt. Der Stürmer sieht den Zeitpunkt für diesen großen Schritt nun gekommen. "Die Bundesliga war immer mein Ziel. Als die Anfrage von Mainz 05 kam, war mir eigentlich klar, dass ich diesen für meine Entwicklung logischen Schritt machen möchte", erklärte er.

>>> Die Sommerfahrpläne der Bundesligisten

Der Blick auf die Statistik zeigt, dass der Zeitpunkt tatsächlich passt. Denn im letzten halben Jahr hat Kodro in Sachen Torgefährlichkeit deutlich zugelegt. War er in den vergangenen Spielzeiten in der zweiten spanischen Liga noch nicht als Torjäger in Erscheinung getreten, so gelang ihm in der Primera Division im letzten halben Jahr endlich der Durchbruch. In 18 Liga-Einsätzen im Jahr 2017 traf er sieben Mal, bereitete zudem einen weiteren Treffer vor. Den direkten Wiederabstieg von Osasuna konnte er dadurch nicht verhindern. Nach seinem Wechsel in die Bundesliga kann er seine Entwicklung nun auf höchstem Niveau fortsetzen.

Video: Top-Paraden 2016/17

Von seinen körperlichen Voraussetzungen ähnelt Kodro dem aktuellen Mainzer Mittelstürmer Jhon Cordoba. Kodro ist 1,90 groß, stark in der Luft, trotz seiner Größe aber sehr schnell und beweglich. Er ist daher nicht nur in der Spitze, sondern auch auf den Außenbahnen einsetzbar.

Auch sein Vater spielte für Bosnien

Obwohl er in Spanien geboren und aufgewachsen ist, spielt Kodro übrigens - wie schon sein Vater Meho vor ihm - für die bosnische Nationalmannschaft. Bisher hat er zwei Einsätze auf dem Konto. Die Mainzer hoffen, dass ihre Neuverpflichtung ähnlich einschlägt wie manch anderer bosnischer Stürmer vor ihm. Edin Dzeko wurde einst Torschützenkönig beim VfL Wolfsburg, Vedad Ibisevic von Hertha BSC zählt seit Jahren zu den treffsichersten Angreifern der Bundesliga. Vielleicht steht Kenan Kodro ja schon bald in einer Reihe mit diesen Namen. Wer die Lobeshymne von Rouven Schröder gehört hat, merkt: Der Mainzer Manager glaubt daran.

Tim Müller