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BVB-Star Karim Adeyemi unterstützt Schüler und Talente in Nigeria

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BVB-Stürmer Karim Adeyemi nutzte die Winterpause für einen Besuch in Nigeria, wo sich seine Stiftung für ein besseres Leben der Kinder engagiert.

Der 21-jährige Karim Adeyemi besuchte die Großstadt Ibadan, um sich ein Bild der Arbeit seiner Karim-Adeyemi-Stiftung zu machen, deren Ziel es ist, "Armut zu beseitigen und Ungleichheiten zu beenden" sowie "die einheimische Jugend durch Bildung, Selbstbemächtigung und fußballerische Förderung zu stärken".

Die Stiftung will bis 2030 1.000 Schülern eine Ausbildung ermöglichen. Der Bundesstaat Oyo im Südwesten Nigerias, dessen Hauptstadt Ibadan ist, weist die höchste Zahl von Kindern auf, die nicht zur Schule gehen. Die Stiftung betreibt außerdem den Adeyemi Football Club, der bis 2030 5.000 Profifußballer ausbilden soll.

Prägende Erfahrungen in der Heimat des Vaters

Der Dortmunder schaute den Kindern beim Training im Olubadan-Stadion und einem Straßenfußballspiel in Odo Osun zu. Außerdem nahm er an der Inbetriebnahme eines Brunnens in der Gemeinde teil.

Letzteres war ein wichtiger erster Meilenstein seiner Arbeit in Nigeria, denn die Stiftung war für Planung, Finanzierung, Bau und Inbetriebnahme der Trinkwasseraufbereitungsanlage für 20.000 Menschen in der Gemeinde Odo Osun verantwortlich. Zum Abschluss seines Besuchs in Ibadan stattete der 21-Jährige dem König von Ibadanland einen Besuch ab.

Adeyemi, der als Sohn eines nigerianischen Vaters und einer rumänischen Mutter in München geboren wurde, beschrieb sein Herz als "immer noch hier", als er nach seinem Wunsch gefragt wurde, dem Heimatland seines Vaters etwas zurückzugeben.

In einem Beitrag auf Instagram schrieb er: "Im Alter von zehn Jahren besuchte ich zum ersten Mal die Heimatstadt meines Vaters, Ibadan in Nigeria. Ich fühlte mich mit dem Land und seiner lebendigen Kultur sofort verbunden. Eine meiner schönsten Erinnerungen ist die Zeit, die ich mit meiner Großfamilie verbracht habe und die Freude am Fußball auf den belebten Straßen von Ibadan. Während dieser prägenden Jahre gab ich meinem Vater ein feierliches Versprechen: Ich wollte einen Beitrag leisten und den Menschen in Nigeria helfen."

Gemeinsame Initiative mit dem BVB

Der deutsche Nationalspieler besuchte auch den Bundesstaat Lagos und das Maracana-Stadion in Ajegunle, wo er und der nigerianische Nationalspieler Wilfred Ndidi (Leicester City) Wohnhäuser nahe dem neu gestalteten Stadion gespendet haben.

Während der gesamten Reise wurde Adeyemi von einheimischen Fans mit Transparenten und BVB-Trikots begrüßt. Begleitet wurde er auch von Christian Diercks, dem Leiter der BVB Evonik Fußball-Akademie, der erklärte, der Stürmer sei an den Verein herangetreten, um "von seinem Erfolg etwas zurückzugeben und hier mit seiner Stiftung und seiner Akademie etwas aufzubauen".

Diercks war begeistert, wie viele Menschen in Nigeria die schwarz-gelben Vereinsfarben tragen.

Obwohl Adeyemi ebenfalls für Nigeria spielberechtigt war, entschied sich der Highspeed-Sprinter, der seine Schnelligkeit auf die nigerianische Küche zurückführt, für Deutschland. Während er noch in Salzburg spielte, wurde er 2021 erstmals von Hansi Flick berufen. Als er bei seinem jüngsten Besuch gefragt wurde, ob er eines Tages gegen das Heimatland seines Vaters antreten möchte, antwortete der vierfache Nationalspieler: "Um ehrlich zu sein, nein, denn einer muss ja verlieren. Ich hoffe, dass ich nicht gegen sie spielen muss, denn ich möchte, dass Nigeria einen guten Weg nimmt."

Weitere Informationen über die Arbeit der Karim Adeyemi Foundation finden Sie hier: https://karimadeyemifoundation.org/