Köln - Zuletzt stand Rene Adler am 30. August 2014 zwischen den Pfosten. Anschließend hat er für den Hamburger SV keine einzige Minute mehr gespielt. Nach einer erneuten Verletzungsphase ist der ehemalige Nummer 1 der Nationalmannschaft nun wieder fit und will ins Tor zurückkehren.

Zunächst warf Adler eine Kapselverletzung im linken Knie zurück, anschließend hinderten ihn langwierige Hüftprobleme am Trainingsbetrieb. Von Anfang Oktober bis zum Ende der Rückrunde stand er dem Team überhaupt erst gar nicht zur Verfügung. Im Trainingslager in Dubai will er deshalb jetzt wieder richtig angreifen. Die Schmerzen sind weg.

Fast vergessen ist bei all der Verletzungshistorie, die Adler wie ein roter Faden durch die Karriere begleitet, dass der Torwart zu Beginn der Saison degradiert wurde – im fitten Zustand wohlgemerkt. Mirko Slomka gab nach dem 2. Spieltag Jaroslav Drobny den Vorzug und setzte Adler auf die Bank. Auch nach dem Trainerwechsel setzte der neue Coach Joe Zinnbauer auf Drobny und beließ bei dieser Rangfolge im Tor.

"Wieder holen, was man mal hatte"

"Es ist jetzt eine neue Erfahrung, sich etwas wieder holen zu wollen, was man mal hatte", äußerte sich Adler zu seiner neuen Situation und richtet auch gleich eine Ansage an seinen Konkurrenten Jaroslav Drobny: "Ich werde alles geben und dafür tun, um wieder in die Mannschaft zu kommen."

Der HSV hat derweil mit Drobny um zwei weitere Jahre verlängert. Sportdirektor Peter Knäbel freut sich über das Luxusproblem: "Mit Drobny und Adler sind wir auf der Torwartposition bestens aufgestellt." Voraussetzung ist aber, dass Adler von weiterem Verletzungspech diesmal verschont bleibt.