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bundesliga

Josko Gvardiol - defensiver Rückhalt bei der Aufholjagd von RB Leipzig

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Bei der Weltmeisterschaft in Katar hat ein Innenverteidiger besonders geglänzt: Josko Gvardiol. Obwohl der Abwehr-Spezialist von RB Leipzig erst 20 Jahre alt ist, wirkt er auf dem Platz schon wie ein alter Hase. Bei der WM hat Gvardiol bereits weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Und auch in der Bundesliga will der Defensivspieler jetzt glänzen und steht nicht nur am 16. Spieltag gegen die Bayern im Fokus. Unsere Video-Analyse zeigt, was ihn ausmacht.

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Bei einer Schnell-Fragerunde der NBA, der Nord-amerikanischen Profi-Basketballliga, wurden vor der Weltmeisterschaft 2022 berühmte Profis gefragt, wer denn Weltmeister werden würde und welcher der Katar-Kicker denn am meisten ihrem eigenen Positionsprofil entspricht. Für Ivica Zubac, den Starting-Center der Los Angeles Clippers, war ganz klar: "Natürlich wird Kroatien Weltmeister!", sagte der Kroate lachend. Und welcher Spieler der kroatischen Fußball-Nationalmannschaft kommt dem elitären Ringbeschützer und Verteidiger Zubac am nächsten? "Josko Gvardiol, definitiv."

Josko Gvardio war einer der Schlüsselspieler beim WM-Dritten Kroatien - IMAGO/Goran Stanzl/PIXSELL/IMAGO/Pixsell

Zweikampfmonster mit feinem Füßchen

Die beiden Sportstars verbindet mehr als nur deren Nationalität oder die kurz geschorenen Haare: Sie sind beide der defensive Anker ihres Teams. Während Zubac trotz seiner Größe von 2,13 Metern meist unauffällig seine defensiven Aufgaben verrichtet - sein historisches Spiel mit 31 Punkten, 29 Rebounds, drei Assists und drei Blocks gegen die Indiana Pacers vom 27. November ausgenommen - sticht Gvardiol von RB Leipzig dennoch regelmäßig heraus - aus dem kroatischen Star-Ensemble wie in der Bundesliga.

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Gvardiol verfügt über eine enorme Zweikampfstärke. Mit 67 Prozent gewonnenen Zweikämpfen erreicht er bei den Sachsen in dieser Saison bislang den Bestwert. Der Youngster wirkt auf dem Platz oft wie ein alter Hase, sein Stellungsspiel ist ausgereift, sein Zweikampfverhalten robust, aber auch das Spiel nach vorne kommt dabei nicht zu kurz. Mit seinem starken und präzisen linken Fuß ist der Leipziger überaus wertvoll im Spielaufbau. Seine Passquote liegt bei überragenden 91 Prozent (keiner ist besser bei Leipzig).

Davon profitieren natürlich auch die Mitspieler:  Christopher Nkunku etwa hält Gvardiol den Rücken frei und in der Abwehr sichert er seine erfahrenen Nebenmänner wie Willi Orban dank seiner Geschwindigkeit von knapp 35 km/h in der Spitze läuferisch ab. Seine Qualitäten kommen aber nicht nur in Leipzig zum Tragen. Bei der WM stand Gvardiol bei allen sieben Spielen Kroatiens in der Startaufstellung. In der Bundesliga musste der Verteidiger im Oktober zwei Spiele bei den Sachsen passen. Wegen Knieproblemen und einem Nasenbeinbruch konnte er nicht alle Partien für das Team von Marco Rose absolvieren.

Gvardiol ist nicht aus dem Team wegzudenken

Wenn er von Verletzungen verschont bleibt, dann dürfte er im neuen Jahr in Leipzig gesetzt sein. Wie wichtig er für die Mannschaft ist zeigt auch die Tatsache, dass RB seinen Vertrag vorzeitig verlängert hat. Angst vor Leistungsschwankungen, wie sie bei jungen Spielern nicht selten sind, hat der Verein nicht. "Ich spüre das Vertrauen des Clubs, meine Entwicklung weiter voranzutreiben", erklärte der Verteidiger, der bis 2027 bei Leipzig bleiben möchte. Nach dem DFB-Pokalsieg in der letzten Saison hat er mit der Mannschaft noch einige Ziele.

Nicht zuletzt Deutscher Meister zu werden. Sechs punkte beträgt der Rückstand aktuell auf den FC Bayern München auf Platz eins. Das könnte sich aber schon am Freitag ändern. Dann empfangen die Leipziger den Rekordmeister und wollen ihm wieder ein Stücke näher kommen. Gvardiol jedenfalls bringt das nötige Selbstvertrauen mit in die Partie. Mit einer Bronzemedaille ist er von der WM zurückgekehrt. Lediglich dem späteren Weltmeister Argentinien mussten er und die Kroaten sich geschlagen geben. Ansonsten hat Gvardiol die Stars des Turniers gut in Schach gehalten. Er weiß eben, wie man gegen die ganz Großen spielt, die Bayern sollten gewarnt sein.