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Joshua Kimmich: Bayerns Antreiber in der Taktik-Analyse

Er war einst einer der besten Rechtsverteidiger der Welt. Inzwischen ist Joshua Kimmich ohne Zweifel einer der besten Mittelfeldspieler der Welt. Und auch, wenn beim FC Bayern München oft andere Akteure im Rampenlicht stehen: Kimmich ist der zentrale Spieler beim Rekordmeister. bundesliga.de macht den Taktik-Check.

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Er ist der Spieler, der den Unterschied macht, sogar beim FC Bayern München: Joshua Kimmich ist beim Rekordmeister längst zur Herzkammer im Mittelfeld geworden. Auf der Sechser-Position kommen die Stärken des 25-Jährigen noch besser zur Geltung als auf der Rechtsverteidiger-Position.

Besonders im Umschaltspiel zeigt Kimmich regelmäßig seine Qualitäten, die bisweilen schlicht mit dem Prädikat "Weltklasse" zu versehen sind. Nach erfolgter Balleroberung im Mittelfeld versteht es der Nationalspieler, sich blitzschnell einen Überblick über die Situation zu verschaffen, den Ball nach vorne zu treiben und mit langen Pässen die noch unsortierte gegnerische Verteidigung zu überspielen - mit einem punktgenauen Ball auf seine ebenso schnellen wie abschlussfreudigen Mitspieler Leroy Sane oder Serge Gnabry.

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Alleine beim 8:0-Auftaktsieg gegen den FC Schalke 04 gelangen Kimmich so zwei Assists. Insgesamt steht er nach fünf Spielen bereits bei vier Torvorlagen - ligaweiter Bestwert gemeinsam mit Gladbachs Jonas Hofmann und Mannschaftskamerad Thomas Müller. Aber auch selbst kommt er immer wieder in Abschlusspositionen: Drei Tore hat Kimmich, der übrigens auch fast alle Standards beim FC Bayern tritt, schon in den zehn Pflichtspielen 2020/21 erzielt. Eine erstaunliche Quote für einen defensiven Mittelfeldspieler.

Was Kimmich aber vor allem auszeichnet, ist seine Mentalität. Kaum ein Spieler macht in der Bundesliga den Eindruck, derart bis unter die Haarspitzen motiviert zu sein. Und vor allem bei großen Aufgaben gegen direkte Konkurrenten wie Borussia Dortmund scheint Kimmich regelmäßig über sich hinauszuwachsen. In den letzten zehn Pflichtspielen gegen den BVB war er an sechs Toren direkt beteiligt. In den beiden letzten Duellen beim Supercup und in der Bundesliga legte er mit einem Tor jeweils den Grundstein für den späteren Titelgewinn.

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Auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke brachte jüngst im Interview mit der "Sport Bild" seine Bewunderung über Kimmich zum Ausdruck: "Der nervt mich zwar immer, weil er so gut ist und auch gegen uns trifft. Aber so wie er das macht, das ist schon krass, eine wahnsinnige Entwicklung. Der imponiert mir."

Da trifft es sich doch gerade richtig, dass es am Samstag zum Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München kommt. Dass beide Clubs derzeit punktgleich von der Tabellenspitze grüßen, dürfte Kimmich nur noch mehr motivieren.

Joshua Kimmich bejubelt seinen Siegtreffer im Supercup 2020 gegen Dortmund - Matthias Hangst/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images