Keine Veränderungen an der Tabellenspitze nach den Samstagspartien des 28. Spieltags, Wolfsburg und Bayern München gewinnen ihre Spiele. bundesliga.de präsentiert die Reaktionen der Trainer.

Hamburger SV - Hannover 96 2:1 (1:0)

Trainer Martin Jol (Hamburger SV): Solch ein frühes Tor haben wir uns natürlich gewünscht. Insgesamt war es unter dem Strich ein Arbeitssieg. Es war erfreulich, dass meine Spieler vor den Partien gegen Werder Bremen auch gegen Hannover 96 voll bei der Sache waren.

Trainer Dieter Hecking (Hannover 96): Der HSV war ein verdienter Sieger, aber wir haben es dem Gegner auch sehr leicht gemacht. Uns fehlte einfach die nötige Konsequenz im Zweikampfverhalten. Ohne diese beiden Nackenschläge jeweils zu Beginn der Halbzeiten hätten wir aus Hamburg vielleicht etwas mitnehmen können.

Hertha BSC - Werder Bremen 2:1 (0:1)

Trainer Lucien Favre (Hertha BSC Berlin): Es war wieder an der Zeit zu gewinnen. Bremen ist auch ohne Diego und Özil eine der besten Mannschaften Deutschlands und war am Ende der ersten Halbzeit zwei Klassen besser als wir. Aber nach 15 Minuten der zweiten Halbzeit ist meine Mannschaft aufgewacht und war aggressiver und beweglicher. Mein Team hat nach der schwierigen Zeit Charakter gezeigt. Die Stimmung im Stadion war fantastisch. Nach drei Niederlagen so viele Zuschauer, das zeigt, es bewegt sich etwas in Berlin.

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Heute müssen wir uns ärgern, denn wir haben das Spiel nach der Führung kontrolliert. Leider haben wir den zweiten Treffer nicht erzielt. Nachher haben sich bei uns Nachlässigkeiten eingeschlichen und das 1:1 ist aus heiterem Himmel gefallen. Danach hat Hertha alles nach vorne geworfen.

VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen 2:1 (1:0)

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): Wir hatten Glück, nur einen Gegentreffer zu kassieren, denn Leverkusen war sowohl am Anfang der ersten als auch der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft. Man hat der Mannschaft angemerkt, dass sie bereit ist zu kämpfen, dass sie es aber auch nicht gewohnt ist, an der Tabellenspitze zu stehen. Wir haben uns wie schon letzte Woche schwer getan, nun wieder gegen Leverkusen und werden uns auch nächste Woche schwer tun.

Trainer Bruno Labbadia (Bayer Leverkusen): Wir sind sehr enttäuscht, dass wir mit leeren Händen nach Hause fahren. Wir haben gut begonnen, das Spiel im Griff gehabt, aber aus dem Nichts das 0: 1 kassiert. Letztlich hätten wir nach dem Verlauf der zweiten Halbzeit den Sieg verdient gehabt. Es spricht allerdings auch für Wolfsburg, dass sie so ein Spiel am Ende gewinnen.

Arminia Bielefeld - Bayern München 0:1 (0:0)

Trainer Michael Frontzeck (Arminia Bielefeld): Wir haben 90 Minuten fantastisch gegen den Ball gearbeitet. Leider fehlt uns derzeit immer das letzte Quäntchen. Die Spielleistung war völlig okay, das müssen wir aber in den kommenden Spielen auch in Punkte umsetzen.

Trainer Jürgen Klinsmann (Bayern München): Wir sind zufrieden, mit drei Punkten zurückreisen zu dürfen. Das ist sehr, sehr wichtig, um an Wolfsburg dranzubleiben. Es sind noch 18 Punkte zu vergeben, und wir wollen möglichst viele holen, um früher oder später an ihnen vorbeizuziehen.

1. FC Köln - VfB Stuttgart 0:3 (0:1)

Trainer Christoph Daum (1. FC Köln): Wir haben einen hohen Aufwand betrieben, aber wir waren nicht entschlossen genug. Wir haben unsere Grenzen von einer Mannschaft aufgezeigt bekommen, die einen Lauf hat. Die entscheidenden Zweikämpfe haben wir verloren.

Teamchef Markus Babbel (VfB Stuttgart): In der ersten Halbzeit hatten wir das Glück auf unserer Seite. Unser Passspiel war eine Katastrophe. In der zweiten Halbzeit haben wir in der Defensive besser gestanden und uns Chancen erarbeitet. So deutlich wie das Ergebnis war das Spiel aber nicht.

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 4:1 (1:0)

Trainer Friedhelm Funkel (Eintracht Frankfurt): Das war ein ganz, ganz wichtiger Sieg. Wir haben zur richtigen Zeit ein Zeichen gesetzt und uns in der Tabelle verbessert. Aber wir wissen auch, dass 32 Punkte nicht reichen, um die Klasse zu halten. Die zweite Halbzeit war sehr interessant. Nach der 2:0-Führung haben wir die Ordnung verloren, aber nach dem 3:1 war das Spiel entschieden. Insgesamt bin ich zufrieden.

Trainer Hans Meyer (Borussia Mönchengladbach): Wir haben die Möglichkeit verpasst, mit einem Punktgewinn etwas für unser Selbstvertrauen zu tun. Einige meiner Spieler haben heute nicht so gespielt, wie ich mir das vorstelle. Das Resultat und unsere Leistung tragen nicht dazu bei, dass der Kampf gegen den Abstieg für uns leichter wird. Nach dem 0:2 haben wir so gespielt, dass der Sieg für die Frankfurter verdient war.

Karlsruher SC - 1899 Hoffenheim 2:2 (1:1)

Trainer Edmund Becker (Karlsruher SC): In den ersten 30 Minuten hat man gemerkt, dass wir unter einem gewaltigen Druck stehen. Aber meine Mannschaft hat nach zweimaligem Rückstand Moral und Leidenschaft gezeigt und ist ans Limit gegangen. Wir hatten Glück, dass wir bei Kontern nicht das dritte Gegentor kassiert haben, andererseits hatten wir Pech, dass Giovanni Federico in der Nachspielzeit nur den Pfosten getroffen hat.

Trainer Ralf Rangnick (1899 Hoffenheim): Es war ein sehr spannendes Derby mit hoher Intensität. Kämpferisch und läuferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wenn man zwei Mal führt, ist man allerdings etwas traurig, wenn man am Ende nicht gewinnt.

VfL Bochum - Borussia Dortmund 0:2 (0:1)

Trainer Marcel Koller (VfL Bochum): Kämpferisch und läuferisch kann ich meiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Wir haben allerdings nicht viele große Möglichkeiten herausgespielt, weil Dortmund nicht viel zugelassen hat. Insgesamt war der Sieg der Borussia verdient.

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Es war ein spektakuläres Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir richtig guten Fußball gespielt und in der zweiten Halbzeit nach dem Traumtor von Nelson Valdez alles klar gemacht. Wir sind glücklich, aber bewerten den Sieg nicht über.

FC Schalke 04 - FC Energie Cottbus 4:0 (2:0)

Interimstrainer Mike Büskens (Schalke 04): Wir haben sehr gut Fußball gespielt und die Partie jederzeit kontrolliert.

Trainer Bojan Prasnikar (Energie Cottbus): Wir hatten von Anfang an Probleme, spätestens nach dem 0:1. Wir waren im Mittelfeld zu wenig aggressiv, da war Schalke viel besser.