
"Ein schöner Gedanke für mich": Bayern-Neuzugang Saibari über seine Rückennummer
Neuzugang Ismael Saibari ist bestens beim FC Bayern angekommen und zaubert sich schon in kürzester Zeit in die Herzen der Münchner Fans. Im Interview mit dem Club-Magazin des Rekordmeisters erklärt der marokkanische WM-Teilnehmer, was es mit seinem Torjubel auf sich hat – und warum seiner Rückennummer eine besondere Bedeutung zukommt.
Nicht einmal 30 Minuten brauchte Ismael Saibari, um dem Spiel des FC Bayern in der Bundesliga erstmals richtig den Stempel aufzudrücken. Beim souveränen 5:1-Starterfolg der Münchner gegen den VfB Stuttgart bereitete der Neuzugang von der PSV Eindhoven die letzten beiden Treffer des Rekordmeisters vor – und zeigte damit einmal mehr, welche herausragenden Qualitäten der Doublesieger der Vorsaison seinem Team nochmals hinzufügen konnte.
Einen eigenen Treffer in einem Bayern-Pflichtspiel konnte der marokkanische WM-Teilnehmer allerdings noch nicht bejubeln. Dabei hat sich der 25 Jahre alte Offensivallrounder zur Feier seiner Tore etwas Spezielles ausgedacht. Ist Saibari erfolgreich, dann streicht er sich mit den Händen über seinen Kopf und schickt einen Gruß Richtung Fans. Warum er das tut? Das erklärte er in einem ausführlichen Interview mit dem Club-Magazin der Münchner.

Torjubel als Gruß an den Cousin – und die Fans
"Der Jubel richtet sich an meinen Cousin", betont der neue Bayern-Star: "Als ich in Eindhoven vor meinem ersten Spiel in der ersten Mannschaft stand, wollte er wissen, wie ich denn jubeln würde, sollte ich ein Tor schießen. Ich meinte, er soll einen Vorschlag machen – und er kam mit dieser Geste. Es ist eine Erinnerung an unsere Kindheit, als wir gemeinsam im Meer baden waren. Danach haben wir uns immer abgeduscht, darauf spielt das an", so Saibari.
Um den Jubel dann noch das gewisse Extra zu verleihen, hat sich der 25-Jährige mit der Botschaft in Richtung Tribüne noch etwas zusätzliches überlegt. "Die kurze Grußgeste im Anschluss kommt einfach daher, dass ich das Gefühl hatte, es braucht noch eine Abrundung. So ist mein Torjubel entstanden", erklärt der 35-fache marokkanische Nationalspieler seinen Signature Move nach einem eigenen Treffer.

"Was mit Abdelhak Nouri passiert ist, tut mir einfach weh"
Auch seine Rückennummer hat eine spezielle Geschichte – und die ist extrem emotional. Saibari läuft beim FC Bayern – wie schon bei seiner vorherigen Station – mit der 34 auf: eine Hommage an Abdelhak Nouri, der diese Nummer damals bei Ajax Amsterdam auf dem Trikot trug. Der mittlerweile 29-Jährige brach im Juli 2017 bei einem Testspiel aufgrund eines Herzstillstands zusammen und ist seitdem in Folge einer Sauerstoffunterversorgung schwerbehindert.
"Was mit Abdelhak passiert ist, tut mir einfach weh", sagt Saibari im Interview und spricht über die Beziehung zum ehemaligen Ajax-Spieler: "Die Verbindung zur Familie von Abdelhak kam über meinen Berater. Er arbeitet mit Abdelhaks Bruder zusammen. Die Beziehung ist dann von Tag zu Tag intensiver geworden, auch zwischen den Familien. Wir machen sogar gemeinsam Urlaub", erklärt der neue Bayern-Star und fügt hinzu: "Wenn ich Abdelhak treffe, haben wir immer viel Spaß!"
Sogar über den Wechsel zum FC Bayern gesprochen
Es sei für Saibari ein schöner Gedanke, dass sich Nouris Zustand mit dieser Freude vielleicht verbessere. Sogar über seinen Wechsel zum FC Bayern hat der Offensiv-Star mit dem einstigen Top-Talent gesprochen. "Abdelhak kann ja nicht sprechen, er kommuniziert mit den Augenbrauen – und es war sehr deutlich zu sehen, wie sehr er sich für mich gefreut hat", so Saibari: "Ich habe ihm auch die Entscheidung überlassen, welche Rückennummer ich bei Bayern trage. Er hat die 34 gewählt, also habe ich sie genommen."