Mönchengladbach - Sieg und Torrekord für Patrick Herrmann. Gladbachs Flügelflitzer stellte beim 2:0 gegen Hannover 96 mit seinen Saisontoren sieben und acht eine neue persönliche Bestmarke auf. In der Rückrunde erzielte er zudem die Hälfte der zehn Gladbacher Tore. Im Interview spricht er über seinen aktuellen Lauf, die interne Konkurrenz und das bevorstehende Duell mit dem FC Bayern München. 

Frage: Patrick Herrmann, Glückwunsch zum Sieg und zum persönlichen Rekord, was sagen Sie dazu?

Patrick Herrmann: Ich habe ja schon vor der Saison gehofft, endlich mal die Sechs-Tore-Marke knacken zu können. Dass es jetzt sogar acht geworden sind, ist natürlich riesig.

Frage: Bei Ihren Tore heute standen Sie zwei Mal goldrichtig.

Herrmann: Es ist wichtig, den Instinkt zu haben und genau dort hin zu laufen. Mal am zweiten Pfosten, mal am ersten Pfosten zu stehen. Es ist für einen Stürmer ganz wichtig, weil man aus diesen Positionen einfach gut Tore machen kann.

"Sieg geht völlig in Ordnung"

Frage: Wie fällt ihr Fazit zum Spiel aus?

Herrmann: Wir wollten heute unbedingt den Dreier holen, um unsere Tabellenposition zu behaupten. In der ersten Halbzeit haben wir den Gegner kaum über die Mittellinie kommen lassen und auch in der zweiten Hälfte ein gutes Spiel gemacht. Der Sieg geht völlig in Ordnung.

Frage: Zum wiederholten Mal haben Sie Borussia mit wichtigen Toren zum Sieg geschossen.

Herrmann: Es ist natürlich schön, wenn wir dank meiner Tore auch gewinnen. Gut spielen und Punkte holen, das gilt für die ganze Mannschaft. Heute haben wir es wieder gut umgesetzt.

"...dass man immer Gas geben muss"

Frage: Wie sehen Sie Ihre persönliche Entwicklung?

Herrmann: Ich denke, ich habe mich sehr stark entwickelt. Als ich hochgekommen bin, war ich noch der kleine Patrick. Seitdem habe ich eine gute persönliche Entwicklung durchlaufen. Gerade auch wieder am Anfang der Saison, als es für mich nicht so gut lief. Das gehört alles dazu. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich sogar ein Spiel wie heute entscheiden kann.

Frage: Auf den Flügelpositionen herrscht ein großer Konkurrenzkampf. Wie gehen Sie damit um?

Herrmann: Die Konkurrenz tut sogar gut. Wir haben viele super Fußballer mit enormer Qualität. Wenn man gute Leute um sich hat, weiß man, dass man immer Gas geben muss. Natürlich will ich jedes Spiel machen und momentan läuft es bei mir ganz gut.

"In München habe ich noch nicht getroffen"

Frage: Am kommenden Spieltag geht es zu den Bayern, gegen die Sie schonmal getroffen haben...

Herrmann: In München habe ich allerdings noch nicht getroffen. Keine Frage, dass Bayern eine der besten Mannschaften der Welt hat und dass es dort verdammt schwierig wird Tore zu schießen. Ich hätte natürlich nichts dagegen, aber in München gegen die Bayern in ihrer momentanen Verfassung zu spielen, wird alles andere als einfach. Es wäre schön, wenn wir einen Punkt mitnehmen könnten.

Frage: Wird es vielleicht nur um Schadensbegrenzung gehen?

Herrmann: Das auf keinen Fall. Als Sportler möchte man immer gewinnen, egal wie schwierig es ist. Mit dieser Einstellung wollen wir auch nach München fahren.

Frage: Was muss passieren, um etwas Zählbares mitzunehmen?

Herrmann: Man darf sich einfach keine Fehler erlauben, denn die Bayern nutzen diese gnadenlos aus. Wir müssen auch hochkonzentriert die Zweikämpfe annehmen. Nur so haben wir eine Chance.

Aus Mönchengladbach berichtet Markus Hoffmann