Er ist der inzwischen vierte Brasilianer im Kader von 1899. Zusammen mit Carlos Eduardo, Luiz Gustavo und Wellington belegt Maicosuel das "Sambazimmer" der guten Laune im Trainingslager in Leogang.

Der Neuzugang von Botafogo Rio de Janeiro hat in den ersten Trainingswochen und Testspielen mehr als angedeutet, dass er eine große Verstärkung für den Herbstmeister der letzten Saison werden kann.

"Er ist extrem willig"

"Ich komme am liebsten über außen und bin beidfüßig. Ich hoffe, dass sich ich einen Stammplatz bekomme und möchte zehn Tore in der Saison schießen", sagt der enorm schnelle Stürmer, der auch im Mittelfeld einsetzbar ist. Trainer Ralf Rangnick und 1899 hatten Maicosuel schon länger im Visier.

"Wir haben vor über einem Jahr schon diskutiert, ob wir Maicosuel holen sollen. Aber wir haben entschieden, dass es besser wäre, dass er noch ein Jahr als Stammspieler in Brasilien bleibt", sagt Rangnick, der viel Lob für den neuen Brasilianer übrig hat. "Er ist extrem willig, man muss ihn sogar bremsen. Er passt ideal zu uns. Auch durch ihn wird der Konkurrenzkampf im Kader deutlich größer."

Die Deutschmappe ist immer dabei

Die Integration in sein neues Umfeld fällt dem 23-jährigen sichtlich leicht. "Ich lerne zwei Mal die Woche Deutsch mit einer Deutschlehrerin. Ich habe sogar im Trainingslager eine Deutschmappe mit dabei", erzählt Maicosuel. Die Mitspieler haben den Neuzugang mit offenen Armen empfangen, nicht nur seine Landsleute. "Alle wollen mir helfen und machen mir es leicht."

An die ungewohnte Trainingsarbeit hat er sich schon gewöhnt: "Krafttraining habe ich in Brasilien fast keines gemacht, trainiert wurde viel mit dem Ball. Aber hier im Trainingslager fallen mir die Krafttrainingsübungen nicht so schwer, ich habe auch keinen Muskelkater bekommen. In Brasilien hatte ich noch einige kleinere Verletzungen, deshalb lief es manchmal nicht wie gewünscht. Jetzt bin aber aber völlig gesund und fit."

Familie bald wieder zusammen

Am 15. August kommt auch seine Frau Marie mit der eineinhalb jährigen Tochter Eduarda nach Deutschland, gemeinsam beziehen sie ein neues Haus in Sinsheim. Vielleicht kann Maicosuel den beiden dann schon auf Deutsch erzählen, dass er sein erstes Bundesliga-Tor gegen den FC Bayern München geschossen hat.

Aus Leogang berichtet Stefan Kusche




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