Manchmal klappt eben doch nicht alles. Kurz vor Ende der Partie gegen den VfL Bochum wollte Martin Jol, der Trainer des Hamburger SV, dem Doppeltorschützen Ivica Olic den verdienten Abgang bereiten. Die Zuschauer in der HSH Nordbank Arena hatten sich zur Auswechslung erhoben, es gab "Standing-Ovations" für den Kroaten. Doch Olic musste auf dem Feld bleiben, da Thimothee Atouba mit seinen Kräften am Ende war.

Olic konnte damit gut leben. "Auf dem Platz fühle ich mich ohnehin am wohlsten", lächelte er. Am Samstag beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln wird Olic zum letzten Mal für die "Rothosen" in die HSH Nordbank Arena einlaufen. Im Interview mit hsv.de spricht Olic über seine Zeit beim HSV und in Hamburg, seine Gefühlslage vor den letzten beiden Partien und über die neue Herausforderung Bayern München.

Frage: Herr Olic, die HSV-Fans haben Sie im Spiel gegen Bochum besonders gefeiert. Wie haben Sie die Stimmung im Stadion empfunden?

Ivica Olic: Die letzten drei Wochen waren für alle Beteiligten nicht besonders schön. Wir hatten große Möglichkeiten in dieser Saison etwas Besonderes zu erreichen und haben dies leider nicht geschafft. Gegen Bochum wollten wir unseren Fans unbedingt wieder ein gutes Spiel zeigen. Wir hatten viele Chancen und haben auch ganz gut gespielt. Dadurch wurde auch die Stimmung bei unseren Fans wieder besser.

Frage: Jetzt kommen mit den Partien gegen Köln und in Frankfurt Ihre letzten beiden Spiele im HSV-Dress. Freuen Sie sich auf diese Spiele?

Olic: Ich denke viel an meine letzten beiden Spiele für den HSV. Ich werde noch einmal alles geben und hoffe, dass ich mit weiteren Toren einen Teil zum Erfolg des Vereins beitragen kann. Es würde mich sehr glücklich machen, wenn der HSV auch in der nächsten Saison international dabei ist.

Frage: Ab diesen Sommer heißt Ihre neue Heimat dann München. Haben Sie sich mit Ihrem Abschied aus Hamburg schon beschäftigt?

Olic: Der Gedanke daran, mit meiner Familie Hamburg zu verlassen, macht mich schon traurig. Ab der kommenden Saison kommt dann eine neue Herausforderung für mich, für die ich lange in meiner Karriere gearbeitet habe. Dass dieser Schritt zu einem europäischen Topclub möglich ist, habe ich auch dem HSV, der Stadt Hamburg und den Fans viel zu verdanken. Das werde ich nicht vergessen. Und ich möchte dafür einfach nur Danke sagen.