Er war mit einem Tor und zwei Vorlagen so etwas wie der Mann des Spiels: Angelos Charisteas bewies beim 4:1-Halbfinalsieg im DFB-Pokal gegen Mainz eindrucksvoll, wie wertvoll er für Bayer 04 Leverkusen sein kann.

Jetzt will der Grieche mit der Werkself in Berlin seinen vierten Titel gewinnen. Zunächst aber am Samstag endlich auch den ersten Bundesliga-Heimsieg in Düsseldorf einfahren.

Das BayArena Magazin bat Charisteas für die aktuelle Ausgabe gegen Mainz zum Interview...

Frage: Angelos, Gratulation zum Finaleinzug! Sie selbst waren ja an vielen entscheidenden Situationen beteiligt. Ein Tor, zwei Vorarbeiten, war`s bisher Ihr bestes Spiel für Bayer 04?

Angelos Charisteas: Der Trainer hat mit meiner Einwechslung einen Impuls geben wollen. Ich habe mich gefreut, dass er auch in so einem wichtigen Spiel auf mich setzt. Bislang hatte ich meist nur relativ kurze Einsätze über ein paar Minuten. Diesmal stand ich dank der Verlängerung fast eine Stunde auf dem Platz und hatte genügend Zeit, meine Qualitäten zu zeigen. Das habe ich, glaube ich, gut genutzt.

Frage: Hätten Sie sich spätestens jetzt nicht mal einen Einsatz von Beginn an verdient?

Charisteas: Ich bin ein sehr positiv denkender Mensch, ich bin nie unzufrieden, sondern glaube immer an meine Chancen. Ich bin natürlich bereit für ein Spiel von Anfang an. Aber die Entscheidung muss ja der Trainer fällen. Ich kann nur versuchen, mich immer wieder anzubieten. Es tut jedenfalls gut, das Vertrauen des Trainers zu spüren. Er setzt auf mich und ich habe ihn nicht enttäuscht.

Frage: Wie schwer ist es, bei all der Euphorie über den Finaleinzug den Schalter wieder auf den Bundesliga-Alltag umzulegen?

Charisteas: Überhaupt nicht schwer. Was gibt es Schöneres, als mit einem solchen Sieg im Rücken jetzt an die nächste Aufgabe heranzugehen. Das gibt doch jede Menge Selbstvertrauen.