Huub Stevens verfolgt die Partie SC Freiburg-VfB Stuttgart. Sein erster Auftritt als VfB-Coach in der Saison 2014/2015
Huub Stevens verfolgt die Partie SC Freiburg-VfB Stuttgart. Sein erster Auftritt als VfB-Coach in der Saison 2014/2015
Bundesliga

Perfektes Stuttgart-Comeback für Stevens

Im ersten Spiel unter Huub Stevens gelingt dem VfB Stuttgart ein deutlicher Auswärtssieg. Dank Freiburger Fehlern und einem sehr ansehnlichen zweiten Durchgang.

Defensive steht solider

Die Hände im Rücken gefaltet, den Oberkörper leicht nach vorne geneigt – Huub Stevens verfolgte die 90 Minuten im Schwarzwaldstadion in exakt der Körperhaltung, die die Fußballfans von ihm seit dem 1. Juli 1996, seinem ersten Arbeitstag auf Schalke, kennen. Und der Mann, der seit der damaligen Zeit oft zu Unrecht als Defensiv-Papst charakterisiert wird, sah im ersten Durchgang tatsächlich eine Mannschaft, der es genügte, nicht in Rückstand zu geraten.

Doch das lag nur zum Teil an einer bei Stevens nicht unüblichen taktischen Vorgabe (Analyse), zum anderen aber auch am Freiburger Angriffsschwung, der den VfB in der ersten Halbzeit ganz schön auf Trab hielt. "Wir wussten, dass Freiburg Qualität hat und hatten uns vorgenommen kompakt zu stehen und nichts zuzulassen", erklärte der Stuttgarter Mittelfeldmann Sercan Sararer (Stimmen zum Spiel). "Nach der Pause waren wir besser und haben unsere Chancen genutzt."

Alles in allem stand die Stuttgarter Defensive allerdings weitaus solider als zuweilen in den vergangenen Wochen, was nicht zuletzt daran lag, dass die Innenverteidigung um Antonio Rüdiger und Timo Baumgartl einen guten Tag erwischte. Dass es am Ende dennoch zu einem komfortablen 4:1-Sieg reichte, lag zum einen an Freiburger Unzulänglichkeiten – Unglücksrabe Stefan Mitrovic verschuldete allein zwei Stuttgarter Treffer. Zum anderen zeigte der VfB im zweiten Durchgang ein ansehnliches und zielstrebiges Offensivspiel, attackierte früh und ließ den Ball gekonnt durch die eigenen Reihen laufen. "Wir haben da sehr guten Konterfußball gespielt", betonte Stevens. "Das dritte und vierte Tor haben wir gut herausgespielt. Auch danach hatten wir noch gute Gelegenheiten."

Stevens Änderungen zahlen sich aus