Nach drei Jahren beim 1. FSV Mainz 05 ist Tim Hoogland wieder ein "Königsblauer". Im Interview spricht der 25-Jährige über die Umstände des Wechsels, seine Position und seinen persönlichen Reifeprozess.

Frage: Herr Hoogland, Sie sind vermutlich der Neuzugang, der am wenigsten Eingewöhnungszeit brauchen wird, oder?

Tim Hoogland: Ich denke schon. Ich kenne den Club und die Umgebung aus meiner ersten Zeit hier sehr gut, zudem bin ich in Marl geboren und aufgewachsen. Von dort ist es bis Schalke ja nicht wirklich weit. Trotzdem haben meine Frau und ich uns dazu entschieden, nach Gelsenkirchen zu ziehen. Dann muss ich nicht so lange zum Training fahren (schmunzelt). Dadurch, dass der Wechsel bereits im Winter feststand, hatten wir genug Zeit, eine passende Wohnung zu finden.

Frage: Im Sommer 2007 haben Sie Schalke als Ergänzungsspieler verlassen, nun kommen Sie als Führungspersönlichkeit aus Mainz zurück. Beschreiben Sie bitte einmal Ihren Werdegang in den vergangenen drei Jahren.

Hoogland: Auf Schalke habe ich seinerzeit nicht die Möglichkeit gesehen, regelmäßig zu spielen. Deshalb habe ich mich zu dem Wechsel in die 2. Liga nach Mainz entschieden. Zwar gab es damals auch Anfragen aus der Bundesliga, aber Mainz sah ich für mich als besten Verein an, um mich weiterzuentwickeln. Eine gute Entscheidung, wenn ich auf die vergangenen drei Jahre zurückschaue. Wir sind aufgestiegen, ich bin Stammspieler und sogar Kapitän geworden. Deshalb wollte ich den nächsten Schritt machen und zu einem größeren Club wechseln.

Frage: In Mainz konnten Sie in der Rückrunde aufgrund einer Verletzung am rechten Knie kaum spielen. Ist die Blessur auskuriert?

Hoogland: Die Operation war ja bereits im Februar, ist also schon ein wenig her. Man kann sagen, dass der Vorbereitungsstart für mich persönlich genau richtig kommt. Bisher habe ich keine Probleme und hoffe natürlich, dass es auch so bleibt. Sollte ich wider Erwarten doch Schmerzen verspüren, trete ich nach Absprache mit dem Trainerteam etwas kürzer. Mein Ziel ist es, zum Saisonstart topfit zu sein.

Frage: Der Wechsel zum S04 war bereits vor der Verletzung klar. Wie haben Sie seinerzeit reagiert, als Sie vom Interesse der "Knappen" erfahren haben?

Hoogland: Als das Angebot kam, musste ich nicht lange überlegen. Denn wenn man aus dem Ruhrgebiet kommt, spielt man gerne für Schalke. Das ist mein Verein.

Frage: Wie sehen Sie Ihre Rolle im Schalker Team?

Hoogland: Natürlich möchte ich ebenso wie in Mainz auch hier zum Führungsspieler werden. Das liegt in meiner Mentalität. Auf welcher Position ich eingesetzt werden soll, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Ich bin ein gelernter rechter Verteidiger, aber in den vergangenen Jahren konnte man sehen, dass ich nicht nur in der Abwehr spielen kann. In Mainz wurde ich zumeist im Mittelfeld und sogar als Rechtsaußen eingesetzt. Für mich ist es einzig und allein wichtig, zu spielen. Am wohlsten fühle ich mich auf der rechten Seite, kann aber bei Bedarf auch als Sechser spielen.

Frage: Die Konkurrenz in der Mannschaft ist groß...

Hoogland: ...was sehr gut ist. Wenn man zu Schalke wechselt, weiß man das als Spieler von Anfang an. Ich sehe das als Stärke: Da wir in dieser Saison in drei Wettbewerben spielen, wird die Belastung für unsere junge Mannschaft sehr groß werden. Deshalb brauchen wir jeden Mann. Außerdem bin ich ein Mensch, der Konkurrenz nicht scheut. Ich will Stammspieler werden.

Das komplette Interview können Sie HIER nachlesen.