Lewis Holtby verlässt Alemannia Aachen und wechselt zum FC Schalke 04. Darauf verständigten sich beide Vereine am heutigen Tage. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. Holtby erhält bei den "Königsblauen" einen Vierjahresvertrag.

Am Dienstagmorgen (7. Juli) brachte der Offensivspieler die sportärztliche Untersuchung in Gelsenkirchen hinter sich und reiste anschließend ins Trainingslager der Schalker nach Herzlake.

Top-Verein mit einem Top-Trainer"

Nach seiner ersten Spielzeit im Profi-Fußball wagt der ehrgeizige 18-Jährige damit den Sprung ins Oberhaus. "Schalke ist ein Top-Verein mit Top-Stadion und einem Top-Trainer. Ich habe ein gutes Gefühl dort anzufangen", sagt Holtby.

Aachens Sportdirektor Andreas Bornemann macht keinen Hehl daraus, dass er "Lewis am liebsten behalten hätte". Laut Bornemann galt es in den letzten Wochen, sportliche und wirtschaftliche Interessen gegeneinander abzuwägen. "Es war schon lange klar, dass nur ein Verkauf in diesem Sommer uns einen Transfererlös einbringen würde", so Bornemann.

Dank an Seeberger

Holtby, dessen Kontrakt am Tivoli noch bis 2010 lief, wäre im nächsten Sommer ablösefrei gewesen. "Mein Dank gilt Trainer Jürgen Seeberger, allen Mitarbeitern der Alemannia und meinen Spielerkollegen, die mir gezeigt haben was es bedeutet, Fußball-Profi zu sein", sagt Holtby, der mit 14 Jahren von Borussia Mönchengladbach nach Aachen kam.

"Leider ist es so, dass die Alemannia finanziell noch nicht in der Lage ist, einen Spieler wie Lewis Holtby zu halten2, erklärt Geschäftsführer Frithjof Kraemer. Dies sei erst in einigen Jahren zu erwarten, wenn das neue Stadion die ersten Früchte trägt. "Bis dahin muss es neben sportlichem Erfolg auch unser Ziel sein, Transfererlöse zu erzielen. Der Verkauf von Lewis Holtby schwächt ohne Zweifel unsere Mannschaft, aber er stärkt Alemannia Aachen bei all den Projekten, die vor uns liegen", so Kraemer.