Nach genau 200 Tagen Leidenszeit feiert Holger Badstuber sein Comeback für den FC Bayern. - © gettyimages / Preiss
Nach genau 200 Tagen Leidenszeit feiert Holger Badstuber sein Comeback für den FC Bayern. - © gettyimages / Preiss
Bundesliga

Holger Badstuber: Der Unverwüstliche beim FCB

München - Woche für Woche sorgen die Stars des FC Bayern München dank Glanzleistungen für immer neue Highlights, doch nur einer schafft es allein durch seine Anwesenheit für kollektive Gänsehaut in der Allianz Arena zu sorgen: Holger Badstuber. Der leidgeprüfte Innenverteidiger hat sich mal wieder zurückgekämpft und exakt 200 Tage nach seinem letzten Pflichtspiel sein umjubeltes Comeback gefeiert.

"Toller Typ und super Mensch"

Mit Standing Ovations empfingen die Anhänger ihren Liebling, als dieser beim 4:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart in der 59. Minute seine lange Leidenszeit beendete. "Das war sehr emotional", bedankte sich Trainer Pep Guardiola bei den Zuschauern für diesen tollen Empfang. "An der Reaktion des Publikums hat man gesehen, wie beliebt er ist und dass die Leute ihm sehr nahe stehen. Das hat er sich mit seiner Haltung und seiner Verhaltensweise verdient", ergänzte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge.

Badstubers Abwehrkollege Jerome Boateng freute sich ebenfalls mit dem Rückkehrer: "Er ist ein ganz toller Spieler und ein super Mensch." Und Robben ergänzte: "Ich habe auch Gänsehaut bekommen, denn ich weiß, wie sich das anfühlt. Er hat eine sehr schwere Leidenszeit hinter sich und hat sich wieder zurückgekämpft."

Empfang ging unter die Haut

Die Liste seiner Rückschläge ist lang. Und dennoch ist Badstuber immer wieder aufgestanden. "Ich habe keine Zweifel, sonst hätte ich es nicht zum wiederholten Mal geschafft", betonte Badstuber. Anfang Dezember 2012 nahm das Unheil seinen Lauf: Im Spiel gegen Borussia Dortmund zog er sich einen Kreuzbandriss zu, während der Reha erlitt er einen erneuten Riss. Erst zu Saisonbeginn 2014/15 kehrte er auf den Platz zurück, doch die Freude währte nur kurz. Am 3. Spieltag erlitt Badstuber einen Sehnenriss im Oberschenkel, der ihn bis zum 21. Spieltag außer Gefecht setzte. Dem umjubelten Comeback folgte nach einem Muskelriss im April der erneute bittere Rückschlag.

Ganz spurlos sind diese Monate nicht an ihm vorübergegangen. "Die Zeit verändert auch mich, aber das ist gut. Ich habe einiges mitgenommen, was ich noch nicht kannte", sagte Badstuber. Das Ziel, seine Leidenschaft Fußball wieder ausüben zu wollen, war in diesen schweren Momenten sein Antrieb. Der beeindruckende Empfang bei seiner Rückkehr war der Lohn für das hart erarbeitete erneute Comeback. "Das geht unter die Haut. Ich hoffe, dass ich den Fans durch meine Leistung etwas zurückgeben kann."

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