Wolfsburg - Endlich war es so weit. Am Mittwoch wurde Aliaksandr Hleb offiziell beim VfL Wolfsburg den Medien vorgestellt. Gemeinsam mit VfL-Geschäftsführer und Cheftrainer Felix Magath stand der Mittelfeldspieler in der VW-Arena den Vertretern von Presse und Rundfunk ausgiebig Rede und Antwort.

Dabei zeigte sich der 30-Jährige nicht nur sympathisch und offen, sondern versprühte auch Ehrgeiz und Tatendurst. "Ich weiß, was ich kann und gebe alles, um der Mannschaft zu helfen", so Hleb: "Allerdings will ich nicht darüber reden, sondern dies lieber so schnell wie möglich auf dem Fußballplatz zeigen."

"Spieler von internationaler Klasse"

Was genau er sich vom Weißrussen verspricht, mit dem er einst dreieinhalb Jahre beim VfB Stuttgart zusammenarbeitete und der bis vor kurzem noch beim FC Barcelona unter Vertrag stand, das legte Felix Magath noch einmal dar. "Er ist ein Spieler von internationaler Klasse, der unserer Mannschaft mit seinen Stärken enorm weiterhelfen kann und mit seiner Spielweise auch beim Publikum sehr gut ankommt", sagte der Cheftrainer, der auch die wirtschaftlichen Bedingungen des Transfers noch einmal erläuterte:

"Aliaksandr hat einen leistungsbezogenen Vertrag und wird nach Einsätzen von uns bezahlt. Wir haben die Chance, in den nächsten Jahren einen herausragenden Spieler in unseren Reihen zu haben und mit ihm zusammen unsere Ziele zu erreichen." Wie lange Hleb bei den Grün-Weißen bleibe, so Magath weiter, entscheide sich nach Ende der Hinrunde.

"Spaß am Fußball" und schnelle Integration

Ganz so weit aber will auch Hleb jetzt noch nicht denken, sondern ist fürs erste glücklich und froh, die Wölfe-Mannschaft verstärken zu können. "Ich freue mich sehr, wieder in der Bundesliga zu sein und danke Felix Magath, dass er mich geholt hat", so Hleb.

Im letzten Jahr sei es schlecht für ihn gelaufen. Das aber wolle er vergessen und stattdessen nun nach vorne schauen, allein schon deswegen sei Wolfsburg ein gewaltiger Fortschritt. "Ich will den Spaß am Fußball zurück, denn der hat mir zuletzt gefehlt. Und als erfahrener Spieler hoffe ich, der Mannschaft helfen zu können."

Sich schnell zu integrieren, darin sehe er überhaupt kein Problem, zumal ihm einige Gesichter lange vertraut sind. "Mit Christian Träsch und Thomas Hitzlsperger habe ich zusammengespielt. Und Felix Magath kennt mich vielleicht besser als ich mich selbst. Ich freue mich darauf, die Mannschaft kennenzulernen."

Hartes Training fürs Comeback

Bliebe noch die Frage nach dem Gesundheitszustand, und auch hier versprühte Hleb Optimismus: "Mein Knie ist noch nicht bei hundert Prozent, aber ich fühle mich körperlich sehr gut und merke, dass es sich jeden Tag bessert. Ich schätze, dass ich in zehn bis 15 Tagen ins Mannschaftstraining einsteigen kann."

Zur Unterstützung seines Reha-Programms hat sich der Weißrusse übrigens eigens Verstärkung von Stabhochspringer Tim Lobinger besorgt. "Aliaksandr arbeitet schon seit Beginn seines Aufbautrainings mit ihm zusammen, der ihn deswegen auch in den nächsten Tagen hier vor Ort begleiten wird", erläuterte Magath: "Gemeinsam mit Werner Leuthard wird Lobinger das Programm koordinieren, um ihn möglichst schnell an die Mannschaft heranzuführen."