Er kennt sich aus bei seinem Verein: Andreas Beck spielt bereits seit sieben Jahren für die TSG 1899 Hoffenheim
Er kennt sich aus bei seinem Verein: Andreas Beck spielt bereits seit sieben Jahren für die TSG 1899 Hoffenheim
Bundesliga

Beck: "Sieben Jahre 1899 - eine sehr lehrreiche Zeit"

Zuzenhausen - Seit sieben Jahren und damit seit Beginn der Hoffenheimer Bundesliga-Geschichte ist Andreas Beck ein unverzichtbarer Baustein der 1899-Elf.

Im Interview mit bundesliga.de spricht Beck über die positive sportliche Entwicklung des Clubs, über die erworbene Akzeptanz als ganz normaler Bundesliga-Verein und über seinen Ruf als Profi, der weit über das Rasenviereck hinaus denkt.

bundesliga.de: Herr Beck, Sie sind seit 2008 in Hoffenheim, so dass Sie die gesamte Bundesliga-Geschichte des Vereins miterlebt bzw. -gestaltet haben...

Andreas Beck: Miterlebt ja, ob ich sie auch entscheidend mitgestaltet habe, das mögen andere beurteilen. Tatsächlich ist diese Saison schon meine siebte in Hoffenheim, und ich glaube, dass ich über die Jahre meine Rolle in der Mannschaft gefunden habe. Es war eine sehr lehrreiche Zeit, wenn auch bisweilen anstrengend und sehr intensiv. Umso schöner ist es, dass Verein und Mannschaft sich seit anderthalb Jahren wieder gut positioniert und einen erfolgreichen Weg eingeschlagen haben.

bundesliga.de: Zu Beginn der Hoffenheimer Bundesliga-Zeit gab es ein Fan-Klientel, dem der Klub ob seiner modernen Struktur ein Dorn im Auge war; heute aber hat man den Eindruck, dass die TSG als - im besten Sinne – normaler Bundesligist wahrgenommen wird...

Beck: lch glaube auch, dass sich der Verein ein großes Stück weit akklimatisiert hat. Dabei hat eine Rolle gespielt, dass wir gerade in der Phase, als es nicht so gut gelaufen ist und wir fast abgestiegen wären, immer zusammengehalten haben und gemeinsam durch dick und dünn gegangen sind. Heute spielen wir wieder einen sehr attraktiven, bisweilen sogar spektakulären Fußball. Und das wird in Fußball-Deutschland respektiert. Selbstverständlich hat der Verein dafür in gute Spieler investiert, legt aber ebenso großen Wert auf die Nachwuchsarbeit. Allem liegt das Konzept zugrunde, dass bestimme Werte vorgelebt werden, im Verein und Woche für Woche auf dem Platz. Im Übrigen sind mittlerweile einige andere Vereine auf der Bildfläche aufgetaucht, die für die Fans eine ähnliche Rolle spielen, wie sie uns vor einigen Jahren zuschrieben wurde.

bundesliga.de: Im vergangenen Sommer konnte Hoffenheim die Deutsche A-Jugendmeisterschaft gewinnen; wie bewerten Sie grundsätzlich die Durchlässigkeit aus dem Jugend- in den Profi-Bereich?

Beck: Dieser Titelgewinn zeigt, wie gut hier in den vergangenen Jahren gearbeitet wurde. Ein Beispiel für die Durchlässigkeit ist Niklas Süle. Als ich nach Hoffenheim gekommen bin, war Niklas gerade einmal zwölf Jahre alt. Heute ist er Stammspieler bei uns. Es gibt aber auch andere junge Spieler, die regelmäßig mit den Profis trainieren und in Testspielen oder in den Trainingslagern im Sommer bzw. im Winter die Möglichkeit bekommen sich zu präsentieren. Nicht jedem wird zwar der Schritt zu den Profis gelingen. Wenn es aber auch nur einer im Jahr schafft, ist das bereits eine sehr gute Quote. Denn man darf nie außer Acht lassen, dass wir über die Bundesliga sprechen, die heute die beste Liga der Welt ist.