München - 2:2, 5:1, 3:3, 2:6 - wenn 1899 Hoffenheim in dieser Saison spielt, rappelt es in der Kiste. Es gibt Tore satt, zwölf für und zwölf gegen die Kraichgauer waren es schon. 24 Treffer sind in den vier Spielen der TSG bereits gefallen, mit Abstand der Höchstwert vor den Partien von Borussia Mönchengladbach, bei denen bisher 18 Tore notiert wurden. Minuswert sind die acht Tore, die mit Beteiligung von Werder Bremen bis jetzt zustande gekommen sind. Bei welchen Vereinen in der Vergangenheit die meisten und die wenigsten Buden zu verzeichnen waren, zeigen die Zahlen aus der bundesliga.de-Datenbank.

Nimmt man die Werte der vergangenen fünf Jahre, garantierten die Spiele von Werder Bremen den höchsten Unterhaltungswert. 564 Tore fielen in den letzten 174 Bundesliga-Schlachten der Hanseaten, im Schnitt also 3,24 Treffer pro Spiel. Dicht dahinter folgt bereits der FC Bayern München, in dessen Spielen der Ball 561 Mal im Netz landete.

Auf den Plätzen 3 bis 5 landen dann der VfL Wolfsburg (550 Tore), Hannover 96 (543) und der VfB Stuttgart (535). Erst im Mittelfeld tauchen die Namen der derzeitigen "Branchenbesten" 1899 Hoffenheim (519) und Borussia Mönchengladbach (502) auf. Unter den elf Vereinen, die in den letzten fünf Jahren immer in der Bundesliga gespielt haben, ist Schalke 04 mit 489 Toren Schlusslicht in Sachen Torhäufigkeit.

So lief's in der Saison 2012/13



In der abgelaufenen Spielzeit gab es mit Beteiligung von Borussia Dortmund (123 Tore) die meisten Treffer, bei Spielen des FC Augsburg (84 Tore) die wenigsten. 2012/13 erzielte zwar der FC Bayern mit Abstand die meisten Tore (98), insgesamt fielen aber in den Spielen mit BVB-Beteiligung noch weitaus mehr Treffer (81 für Dortmund, bei 42 Gegentoren).

Für die Schwarz-Gelben bedeuteten die 81 erzielten Treffer einen neuen Vereinsrekord in einer Saison. Die 42 Gegentreffer waren allerdings auch deutlich mehr als in den beiden Meisterjahren zuvor. 2010/11 (22 Gegentore) und 2011/12 (25) gab es zusammen nur 47 Gegentreffer. Hauptdarsteller in der Offensive war in der Vorsaison Robert Lewandowski, der alleine 24 Tore erzielte.

Die wenigsten Tore fielen 2012/13 mit Beteiligung des FC Augsburg (nur 84). 33 Mal trafen die Schwaben selbst, 51 Mal mussten sie ein Gegentor hinnehmen. In den 34 Augsburger Spielen gab es auch nur 78 Großchancen (31 für den FCA bedeuten Ligaminus; 47 für die Gegner). Man ging fiel zu fahrlässig mit den Chancen um: Die Elf von Trainer Markus Weinzierl nutzte nur jeden 15. Torschuss zu einem Tor, der FCA verwertete nur 32 Prozent der Großchancen.

Vor zwei Jahren lag Schalke vorn



In der Spielzeit 2011/12 war hingegen immer viel los, wenn Schalke 04 spielte. 118 Tore wurden bei den Spielen der Gelsenkirchener gezählt. Den Minuswert hielt Borussia Mönchengladbach mit 73 Toren.

Schalke belegte in der Saison 2011/12 den 3. Platz. Die Königsblauen erzielten 74 Tore und kassierten 44 Gegentore. So viele Treffer hatte S04 zuletzt in der Saison 1976/77 erzielt. Aufgrund der vielen Gegentore lag Schalke am Ende aber 17 Punkte hinter Dortmund und neun Zähler hinter Bayern. In den Spielen mit S04-Beteiligung gab es 2011/12 auch die meisten Großchancen (134). Kein Schalker Spiel dieser Saison endete 0:0. Schalke hatte die beste Trefferquote der Liga (sechs Torschüsse für ein Tor), 57 Prozent aller Großchancen wurden genutzt (Ligabestwert).

Gladbachs starke Defensive



Beim damaligen Tabellendritten Schalke fielen 2011/12 also 118 Tore, beim Vierten Mönchengladbach waren es nur 73. Mit nur 49 erzielten Toren durfte Mönchengladbach an der Qualifikation zur Champions League teilnehmen. Trumpf war die extrem starke Defensive: Mit nur 24 Gegentoren stellten die Rheinländer 2011/12 einen neuen Vereinsrekord in der Bundesliga auf.

Mönchengladbach ließ in 34 Spielen nur 30 gegnerische Großchancen zu. In den 34 Spielen der Fohlen wurden nur drei Elfmeter gepfiffen, alle für die Borussia. Es gab mit ihrer Beteiligung nur zehn Aluminium-Treffer (bei Dortmund beispielsweise 33) und ligaweit die wenigsten Torschüsse im Strafraum.