RB Leipzig hat sich im Kampf um die Herbstmeisterschaft gegen Borussia Mönchengladbach durchgesetzt - © via www.imago-images.de/imago images / Team 2
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Rekorde, Aussagekraft und Aufholjagd: Die wichtigsten Infos zum Thema Herbstmeisterschaft

Durch den hart erkämpften 3:1-Erfolg gegen den FC Augsburg hat sich RB Leipzig die Herbstmeisterschaft 2019/20 gesichert. Doch was bedeutet das am Ende für den Saisonverlauf? bundesliga.de wirft einen Blick auf die Zahlen.

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Rekord-Herbstmeister ist, wie könnte es anders sein, der FC Bayern München, der bereits 23 Mal am Ende der Hinrunde als Spitzenreiter über der Konkurrenz thronte. Hinter den Münchnern liegen Werder Bremen mit sechs - und Borussia Mönchengladbach sowie Borussia Dortmund mit jeweils vier Herbstmeisterschaften. Dortmund stand im letzten Jahr vor Weihnachten ganz oben, während in diesem Jahr RB Leipzig das Rennen gemacht hat.

Meister-Wahrscheinlichkeit des Herbstmeisters beträgt 68 Prozent

Mönchengladbach hat übrigens noch eine tadellose Bilanz – viermal gingen sie als Herbstmeister in die Rückrunde, viermal wurde die Borussia am Ende auch Deutscher Meister. Das gelang sowieso dem Gros der Herbstmeister: In 38 der bislang 56 abgeschlossenen Spielzeiten (68 Prozent) war das punktbeste Team der Hinrunde auch das punktbeste Team am Saisonende. Neunmal wurde zudem der Zweitplatzierte der Hinrunde Deutscher Meister – das heißt: In 85 Prozent der Fälle (48 von 56 Saisons) steht der spätere Titelträger nach 17 Partien bereits unter den ersten beiden in der Tabelle. Statistisch gesehen beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass weder Mönchengladbach noch Leipzig am Ende oben stehen, also nur 15 Prozent.

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Wolfsburg mit Aufholjagd, Hoffenheim mit Absturz

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Eine beispiellose Aufholjagd legte dagegen 2008/09 der VfL Wolfsburg hin: Von Platz neun nach der Hinrunde stürmten die "Wölfe" dank Grafite, Dzeko und Co. noch zu ihrer ersten und einzigen Meisterschaft. Zwei Jahre zuvor hatte es der VfB Stuttgart geschafft, von Rang vier nach 17 Partien noch zum Titelträger zu avancieren. Alle anderen Meister lagen zur Hälfte der Saison mindestens in den Top 3 der Bundesliga – das entspricht 96 Prozent. Den größten Absturz der 17 Herbstmeister, die letztlich nach 34 Spieltagen nicht an der Spitze standen, musste derweil die TSG Hoffenheim verkraften: Vom Spitzenplatz aus in die Rückrunde gegangen reichte es für die Kraichgauer letztlich nur zum siebten Rang.

Insgesamt ging es zumeist beim Kampf um die Herbstmeisterschaft in der Bundesliga äußerst spannend zu: In 36 Spielzeiten gab es die Entscheidung um die Herbstmeisterschaft rechnerisch erst am letzten Spieltag der Hinrunde. Weitere 13-mal wurde das beste Team der Hinrunde erst am vorletzten Spieltag gekürt. Der früheste Herbstmeister der Bundesliga-Geschichte kommt wenig überraschend aus der bayerischen Landeshauptstadt: 2012/13 stand der FC Bayern München bereits drei Spieltage vor Hinrundenende als Spitzenreiter fest.