Mittelfeldakteur Henrikh Mkhitaryan zieht nach der katastrophalen BVB-Hinrunde Bilanz, findet klare Worte: "Wir können uns nicht mehr erlauben, nach oben zu schauen"
Mittelfeldakteur Henrikh Mkhitaryan zieht nach der katastrophalen BVB-Hinrunde Bilanz, findet klare Worte: "Wir können uns nicht mehr erlauben, nach oben zu schauen"
Bundesliga

Mkhitaryan: "Schleunigst die gefährliche Zone verlassen"

Dortmund - Die Hinrunde 2014/15 verlief für Henrikh Mkhytarian so schlecht wie nie. Der Armenier blieb ohne eigenen Treffer - die Chancen waren da. Dazu hat er sich zuletzt in Berlin einen Muskelbündelriss zugezogen, die Hinserie war dadurch vorzeitig beendet. Nun steht Borussia Dortmund auf Tabellenplatz 17, einem direkten Abstiegsplatz.

"Unfassbar, dass wir immer wieder straucheln"

Im exklusiven Interview mit bundesliga.de erklärt der Spielmacher der armenischen Nationalmannschaft, wie der BVB in den Abstiegsstrudel geraten ist und welche Erwartungen er für das neue Jahr hat.

bundesliga.de: Herr Mkhytarian, sind Sie nun froh nach dieser schweren Hinrunde für Borussia Dortmund, dass die Winterpause begonnen hat?

Henrikh Mkhitaryan: Auf jeden Fall. Die Winterpause kommt definitiv zum richtigen Zeitpunkt. Was die Mannschaft betrifft, haben wir nun die Gelegenheit, den Akku wieder aufzuladen und komplett abzuschalten; was wir mehr denn je brauchen um wieder top motiviert in die Rückrunde zu starten. Und was mich persönlich angeht, habe ich die nötige Zeit, mich von meinem Muskelbündelriss zu erholen. Ich hoffe nun, dass ich Teile der Vorbereitung im Januar absolvieren werde.

bundesliga.de: Was sind Ihrer Meinung nach die Hauptgründe für diese schlechte Hinrunde beim BVB?

Mkhitaryan: Es gibt vielerlei Gründe. Es ist klar, dass unsere Weltmeister eine gewisse Zeit benötigt haben, um wieder ihre beste Leistung abzurufen. Auch dass wir unglaublich viele Verletzte hatten, hat uns auch definitiv gehandicapt. Wir haben ebenfalls gedacht, dass wir irgendwann eine Siegesserie starten werden, aber sie kam ja nie. Nun befinden wir uns meilenweit von den ersten Plätzen entfernt. Mittlerweile können wir uns nicht mehr erlauben, nach oben zu schauen und zum Beispiel von Europa zu träumen. Wir müssen schlichtweg sehen, dass wir in die Erfolgsspur zurückkommen und zwar sofort beim Rückrundenstart, um diese gefährliche Zone schleunigst zu verlassen. Sonst wird es immer düsterer.