Werder Bremen fehlt nur noch ein nationaler Titel: der des Premiere-Ligapokals. bundesliga.de erklärt, wie es diesmal klappen kann.

"Wir wollen ihn dieses Jahr gewinnen", sagt Trainer Thomas Schaaf selbstbewusst. Dabei sollen auch die Nationalspieler Miroslav Klose und Tim Borowski helfen.

Vor allem Klose blühte 2005/06 richtig auf und wurde mit 25 Treffern Torschützenkönig in der Bundesliga. Für Torgefahr soll der Stürmer auch im Premiere-Ligapokal sorgen.

Zwei prominente Abgänge

Doch die Offensive der Hanseaten muss mit Nelson Valdez (Borussia Dortmund) und Spielmacher Johan Micoud (Girondins Bordeaux) auch zwei Abgänge verkraften. Schaaf ist deshalb nicht bange.

Denn mit Diego Ribas da Cunha, kurz Diego, verpflichteten die Grün-Weißen ein Riesentalent vom FC Porto. Clemens Fritz (Bayer 04 Leverkusen) und Kameruns Nationalspieler Pierre Nlend Womé (Inter Mailand) sollen die defensiven Außenbahnen verstärken und somit der Abwehr mehr Stabilität verleihen.

"Ich will um Titel spielen"

Denn in dieser Saison soll auch die Defensive meisterlich aufspielen und Rekordmeister Bayern München von Beginn an unter Druck setzen. In der vergangenen Saison hat es dank eines furiosen Endspurts mit Platz 2 noch für die direkte Qualifikation zur Champions League gereicht.

Neuzugang Diego gibt die Marschroute vor: "Ich will um den Titel spielen, die deutsche Meisterschaft gewinnen. Das ist mit dieser Mannschaft und dem tollen Umfeld auf jeden Fall möglich. Außerdem wollen wir auch in der Champions League für Aufsehen sorgen." Und natürlich im Premiere-Ligapokal.


Kurzportrait - Der Trainer: Thomas Schaaf


Es ist wohl die perfekte "Ehe": Werder Bremen und Thomas Schaaf. Seit dem 1. Juli 1972 ist Schaaf Mitglied bei den Grün-Weißen. Erst als Jugendspieler, dann als Profi in 262 Bundesligaspielen, später als Jugendtrainer und seit dem 10. Mai 1999 als Trainer der Profimannschaft.

Mit durchschlagendem Erfolg. Gleich in seinem ersten Trainerjahr gewann er mit Werder den DFB-Pokal. Im Jahr 2004 folgte mit dem Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal dann der große Coup.

Jahr für Jahr gehen Leistungsträger weg

Der Erfolg von Schaaf ist umso höher zu bewerten, da der Fußball-Lehrer fast Jahr für Jahr den Abgang von Leistungsträgern kompensieren muss.

Ob Torwart Frank Rost, Ailton, Stürmer Claudio Pizarro, Abwehrrecke Mladen Krstajic oder der mittlerweile zurückgekehrte Mittelfeldstratege Torsten Frings. Jedes Mal musste Schaaf adäquaten Ersatz in das Team integrieren - und bisher hat er es noch immer geschafft.

Michael Reis

bundesliga.de-Interview mit Thomas Schaaf: "Spieler und Fans können sich einstimmen"

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