Köln – Die Stimmung beim Hamburger SV ist nach der 0:1-Niederlage im Nordderby beim SV Werder Bremen angespannt. Sieben Punkte trennen den Bundesliga-Dino derzeit vom Relegationsplatz, der für die Hanseaten in der derzeitigen Situation äußerst erstrebenswert erscheint. Und auch, wenn es derzeit nicht unbedingt danach aussieht: Es gibt genug Gründe, die für einen erneuten Klassenerhalt vom HSV sprechen.

1) Mainz kommt in den Volkspark

Derzeit sind es zwar sieben Punkte auf den Relegationsplatz, aber der HSV hat es in der eigenen Hand, den Abstand am Wochenende auf vier Zähler zu verkürzen, denn der 1. FSV Mainz 05 ist im Volksparkstadion zu Gast. Und mit Aaron Hunt hat Bernd Hollerbach sogar einen echten Mainz-Experten in seinen Reihen. Der offensive Mittelfeldspieler hat gegen keinen anderen Club so häufig getroffen (sieben Mal) und bringt es in 16 Partien gegen die 05er auf insgesamt elf Scorerpunkte.

 

2) Hamburger Wagenburg

Wie schon in der Saison 2014/15 und der vergangenen Saison setzt der Hamburger SV in der entscheidenden Phase auf ein Kurztrainingslager. Ab Donnerstag bündelt Bernd Hollerbach im ehemaligen Teamhotel Treudelberg die Kräfte. Wegen der Kältewelle werden die HSV-Profis ihre Trainingseinheiten aber weiterhin am Volkspark absolvieren. In der Vergangenheit zahlte sich die Maßnahme jeweils aus und der HSV blieb erstklassig.

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3) Hamburg kann Serien

Seit der Saison 2000/01 hätten 35 Punkte immer mindestens für Platz 16 gereicht. Um diese Marke zu erreichen, müsste Hamburg zwar in zehn Spielen einen Zähler mehr holen als in den vergangenen 24, aber der HSV hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er eine starke Serie hinlegen kann. In der vergangenen Saison holten die Hanseaten zwischen dem 19 und 28 Spieltag stolze 20 Zähler und legten damit den Grundstein zum Klassenerhalt. Warum also nicht wieder? Die Leistungsträger von damals sind schließlich alle noch da.

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4) Ein HSV hat es schon einmal geschafft

Zugegeben: Dieser Punkt ist vielleicht ein wenig gemogelt, aber mit Hannover 96 hat sich ein HSV schon einmal aus einer ähnlichen Situation befreit. 2009/10 lagen die Niedersachsen nach 24 Spieltagen mit 17 Zählern ebenfalls auf dem 17. Platz. Hannover legte dann einen starken Schlussspurt hin und sprang dank 16 Zählern an den letzten zehn Spieltagen sogar noch auf Rang 15.

 

5) Hoffnungsträger vor der Rückkehr

Nicolai Müller sorgte mit seinem Siegtreffer gegen den FC Augsburg zum Saisonstart für einen gelungenen Start des Dinos, verletzte sich beim anschließenden Torjubel aber schwer. Im Endspurt könnte der Offensivspieler zum Ass im Ärmel werden, denn in den letzten beiden Spielzeiten war Müller jeweils der Topscorer der Hamburger. In der Relegation 2015 schoss er das Siegtor beim KSC und machte sich damit unsterblich. Wiederholt sich die Geschichte?