München - Nach der Länderspielpause rollt am Wochenende wieder der Ball in der Bundesliga. Die deutsche Eliteklasse biegt auf die Zielgerade. Sieben Spieltage sind noch zu absolvieren.

Sieben Spieltage, an denen sich alles entscheidet: Wer wird Meister? Wer belegt die internationalen Startplätze? Wer muss in die Relegation? Wer steigt ab? Die Clubs haben noch rund 630 Minuten, um ihre Ziele zu verwirklichen. Psychologisch wichtig wäre dabei ein guter Start ins Saisonfinale. Doch wer kommt nach der Länderspielpause am besten aus den Startlöchern? bundesliga.de hat in der Statistik nachgeschaut, welche Clubs sich in dieser Saison nach einer Unterbrechung in der Liga eher leicht beziehungsweise eher schwer getan haben.

BVB fast nicht zu schlagen

Gute Nachrichten gibt's für Spitzenreiter Borussia Dortmund. Der BVB hat nach der ersten Länderspielpause (30. August 2010 bis 10. September 2010) alle fünf Bundesligaspiele gewonnen.

Auch nach der zweiten Unterbrechung (4. Oktober 2010 bis 14. Oktober 2010) blieb der Liga-Primus neun Bundesligaspiele ungeschlagen (sieben Siege, zwei Remis). Zudem gewannen die "Schwarz-Gelben" nach den beiden Länderspielpausen jeweils das erste Spiel. Die Mannschaft von Cheftrainer Jürgen Klopp scheint für das Top-Spiel gegen Hannover 96 also gut gerüstet - zumindest sagen das die Zahlen.

96 noch sieglos

Dagegen konnte Hannover 96 in dieser Spielzeit nach einer Pause noch nicht gewinnen. Nach der Unterbrechung nach dem 2. Spieltag trennten sich die Niedersachsen zuhause von Bayer Leverkusen mit einem 2:2. Am darauffolgenden Spieltag kassierte die Slomka-Elf eine 0:2-Pleite beim VfL Wolfsburg.

Und auch nach der Pause im Herbst ging 96 in drei der ersten vier Partien als Verlierer vom Platz (ein Sieg). In der ersten Partie setzte es eine 0:3-Pleite beim FC Bayern. In diesen vier Spielen wies der aktuelle Tabellendritte eine Tordifferenz von 2:12 Toren auf.

Vorteil Bayer

Die Chancen, dass Bayer Leverkusen als aktueller Tabellenzweiter am 28. Spieltag Boden auf den BVB gut macht, stehen folglich eher schlecht. Die "Werkself" selbst steckte die Pausen in dieser Saison recht gut weg. Zunächst gab's ein Remis in Hannover, nach der zweiten Pause setzte sich die Heynckes-Truppe in einem denkwürdigen Spiel mit 3:2 beim VfL Wolfsburg durch.

Jetzt muss Bayer beim 1. FC Kaiserslautern ran. Die "Roten Teufel" verloren vier der fünf Spiele nach der Pause im Oktober (ein Remis). Zudem ging der FCK in der ersten Partie nach einer Pause jeweils als Verlierer vom Platz. Es riecht also eher nach einem Auswärtssieg.

FCB klarer Favorit

Der FC Bayern München, der im Schlussspurt mindestens noch den 3. Rang erobern will, konnte nach der ersten Pause nur ein Spiel gewinnen (zwei Remis, zwei Niederlagen). Die zweite Pause vom Bundesliga-Alltag verkrafteten die Bayern besser, denn sieben Spiele lang gab es danach keine Pleite (vier Siege, drei Remis).

Der kommende Gegner des FCB, Borussia Mönchengladbach, verlor jeweils die ersten drei Partien nach der Länderspielpause. Klare Sache für den Rekordmeister?

Der 1. FSV Mainz 05 zeigte in dieser Spielzeit nach einer Pause zwei Gesichter. So gewannen die 05er nach der ersten Pause die folgenden fünf Partien bis zur nächsten Unterbrechung. Die Rheinhessen verloren aber vier der ersten fünf Begegnungen nach der zweiten Länderspielpause (ein Sieg). Wie wird sich das Tuchel-Team am Samstag gegen den SC Freiburg präsentieren?

Neuer Mut für die Eintracht

Eintracht Frankfurts neuer Cheftrainer, Christoph Daum, könnte aus der Statistik für das Spiel beim VfL Wolfsburg neuen Mut schöpfen. Denn: Eintracht Frankfurt blieb nach der Pause im Oktober fünf Spiele ohne Niederlage (drei Siege, zwei Remis).

Und: Die Eintracht hat nach den beiden Länderspielpausen jeweils das erste Spiel gewonnen, der VfL Wolfsburg dagegen verloren.