Nach der dramatischen Niederlage im Champions-League-Finale 2008 gegen Manchester United will der FC Chelsea einen neuen Anlauf auf Europas Fußballkrone nehmen.

"Das ist der beste Wettbewerb der Welt und dort wollen wir eine gute Rolle spielen", sagt Kapitän John Terry. Mit portugiesischem Flair um Neu-Trainer Luiz Felipe Scolari sowie den beiden Sommer-Neuzugängen Deco und Bosingwa sollen die "Blues" auch international mit offensivem Fußball überzeugen.

Auch bei Girondins Bordeaux und AS Rom war man mit dem Los durchaus zufrieden. "Ich wäre gern in meine Vergangenheit gereist nach Manchester oder Mailand, aber das ist auch eine gute Gruppe", meinte Girondins-Trainer Laurent Blanc.

FC Chelsea

Größte Erfolge: Ein Mal Finalist in der Champions League (2008), zwei Mal Gewinner im Pokal der Pokalsieger (1971, 1998). Drei Mal wurde Chelsea englischer Meister.

Letzte Champions-League-Teilnahme: 2008 stand Chelsea vor dem dem lange ersehnten internationalen Triumph. Doch im Endspiel der Champions League unterlagen die "Blues" in einem dramatischen Elfmeterschießen Manchester United. Besonders bitter: Kapitän John Terry hatte die Entscheidung im Elfmeterschießen auf dem Fuß, rutschte aber beim Schuss weg und der Ball ging an den Pfosten. Später war Nicolas Anelka der Unglücksrabe.

Star: Die bange Frage der Chelsea-Fans über den Sommer war: Bleibt Lampard, oder folgt er Mourinhos Ruf zu Inter Mailand? Er blieb und unterschrieb bei den "Blues" einen Vertrag bis 2014. Lampard steht immer noch für den modernen englischen Fußballer: bissig, dynamisch, mitreißend, aber auch technisch stark und mit Qualitäten im Abschluss. Trotz der Verpflichtung von Deco und der Star-Dichte in Chelseas Mittelfeld ist er eine tragende Säule in Scolaris Konzept

Girondins Bordeaux

Größte Erfolge: 1996 scheiterten die Franzosen im Finale im UEFA-Pokal am deutschen Rekordmeister FC Bayern München. Fünf Mal feierte Girondins die französische Miesterschaft.

Letzte Champions-League-Teilnahme: 2006/07 scheiterte Bordeaux in der Vorrunde. Hinter dem FC Liverpool und PSV Eindhoven reichte es zu Platz 3. Im Uefa-Cup war dann gleich in der ersten K.o.-Runde gegen CA Osasuna Endstation.

Der Star: Yoann Gourcuff (22, Mittelfeld). Liest man seinen Namen nur flüchtig, könnte man ihn mit Johann Cruyff verwechseln. Über das überragende Talent der holländischen Regisseur-Legende verfügt Gourcuff vielleicht nicht, aber er gehört fraglos zu den großen Talenten des französischen Fußballs. Deshalb sicherte sich der AC Mailand bereits 2006 seine Dienste. In Bordeaux soll er als Leihspieler Erfahrungen sammeln und könnte für Girondins bereits früher als gedacht seine internationalen Qualitäten unter Beweis stellen. Hinter den Spitzen ist Gourcuff mit seiner Dynamik und seinen Ideen immer für gefährliche Momente gut.

AS Rom

Größte Erfolge: Ein Mal Finalist im Pokal der Landesmeister (1984), ein Mal Sieger (1961) und ein Mal Finalist (1991) im UEFA-Pokal

Letzte Champions-League-Teilnahme: Gegen den späteren Sieger Manchester United schied der AS Rom 2007/08 mit zwei Niederlagen (0:2 und 0:1) im CL-Viertelfinale aus. Dabei schalteten die Römer im Achtelfinale sogar das Starensemble von Real Madrid aus.

Der Star: Roms Torjäger Nummer eins ist auch die große Identifikationsfigur. "Ich bin bei der Roma aufgewachsen und werde bei ihr sterben", lautet Francesco Tottis Credo. Spielwitz und Torgefährlichkeit zeichnen den Italiener aus, der in den vergangenen sechs Jahren im Schnitt fast 17 Tore pro Saison für den AS Rom in der Serie A machte. Diese Qualitäten machen ihn auch international für die Roma unverzichtbar.

CFR Cluj

Größte Erfolge: Der stetige Aufstieg des CFR Cluj seit 1998 aus der dritten Liga gipfelte 2008 mit dem Double in Rumänien. Erstmals holte der Club einen nationalen Titel - und dann gleich Meisterschaft und Pokal.

Letzte Champions-League-Teilnahme: Für die Rumänen ist die Champions League Neuland. Als Meister qualifizierte sich Cluj für seine erste Saison auf internationalem Parkett direkt.

Der Star: Den klassischen Zehner zwischen Genie und Wahnsinn verkörpert Eugen Trica. Geniale Momente wechseln mit temperamentvollen Ausbrüchen, was der Mannschaft entweder geniale oder dunkle Momente beschert. In der Champions League könnte aber gerade rumänische Nationalspieler derjenige sein, der Cluj auf ein internationales Niveau hebt.