Lukas Podolski liegen in Köln nicht erst seit seiner Rückkehr vom FC Bayern die Massen zu Füßen. bundesliga.de präsentiert Wissenswertes rund um den "kölschen Prinzen".

Die Liebe zum FC

Auf seiner Homepage bezeichnet Podolski den 1. FC Köln, bei dem er ab den D-Junioren alle Jugendmannschaften durchlief und für den er zwischen 2003 und 2006 in insgesamt 81 Spielen in Bundesliga und 2. Bundesliga 46 Tore erzielte, als seinen Traumverein. Auch nach dem Wechsel 2006 zum FC Bayern war für Podolski sonnenklar, dass Söhnchen Louis bereits wenige Tage nach seiner Geburt im April 2008 FC-Mitglied wurde. Seit Sommer 2009 trägt Podolski wieder das Trikot seines FC und ist "wirklich froh, jetzt wieder ein richtiger Kölner zu sein".

Heimat

Bergheim ist eine Kreisstadt mit 62.255 Einwohnern (Stand Dezember 2008) im Rhein-Erft-Kreis, rund 40 Kilometer vor den Toren Kölns. Bergheim ist auch die Heimatstadt von Lukas Podolski, der sagt: "In Bergheim bin ich aufgewachsen und meine Familie lebt noch immer dort. In meiner Freizeit versuche ich, sie so oft wie möglich zu besuchen. Die Stadt wird auch immer meine Heimat bleiben." Das fußballerische ABC erlernte er beim FC Jugend 07 Bergheim, bevor er 1995 in die Jugendabteilung des 1. FC Köln wechselte.

Freundschaft

Neben Fußball interessiert sich Podolski auch für andere Sportarten, zum Beispiel für Boxen oder Motorsport. Zu Felix Sturm, WBA-Weltmeister im Mittelgewicht, verbindet ihn eine enge Freundschaft. Wann immer es geht, fiebert "Poldi" live vor Ort mit, wenn Kumpel Felix in den Ring steigt, um seinen Gürtel zu verteidigen. Auch bei der Formel 1 am Nürburgring war er schon zu Gast und pflegte angeregte Unterhaltungen mit dem siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher aus Kerpen.

Abstinenz

Die Braukultur ist in und um Köln ein hohes Gut, das regionale Bier namens "Kölsch" darf auf keiner Party fehlen, schon gar nicht an Karneval. Auch Bayern rühmt sich jahrhunderte langer Braukunst, München gilt als Welthauptstadt des Bieres. Doch Podolski ist nach eigener Auskunft "Antialkoholiker": "Ich trinke keinen Alkohol und habe deshalb auch noch nie Kölsch probiert." Auf dem Münchener Oktoberfest war er dennoch schon mal, allerdings aus anderen Gründen: "Das Essen, das es dort gibt, ist echt lecker."

Demonstration

Anfang Juni 2008 planten Podolski-Fans in Köln eine Großkundgebung in der Kölner Innenstadt. Mit einer Demonstration sollte der "verlorene Sohn" zu einer Rückkehr aus München in die Domstadt bewegt werden. Insgesamt fanden sich allerdings nur 30 Menschen vor dem Kölner Dom ein, die sich an dem anschließenden Marsch beteiligten. Ursächlich für den Wechsel zurück nach Köln war die Demonstration wohl nicht, ihr Ziel hatte sie mit der erneuten Unterschrift Podolskis beim FC aber erreicht.

Spitzname

Landauf, landab ist Lukas Podolski als "Poldi" bekannt. Diesen Spitznamen bekam er in der D-Jugend verpasst. Gleich drei Mannschaftsmitglieder trugen damals den Vornamen Lukas, jeder bekam seinen eigenen Spitznamen. Von der Kölner Boulevardpresse wurde der Stürmer nach seinem kometenhaften Aufstieg als "Prinz Poldi" bezeichnet, in Anlehnung an die kölsche Karnevalstradition. Mit dieser Bezeichnung kann Podolski allerdings nach eigener Auskunft "nicht so viel anfangen".

Namensvetter

Der Name "Lukas Podolski" ist in der Sportwelt kein Einzelstück. Der Kölner Fußballer hat nämlich einen relativ prominenten Namens-Doppelgänger, der sich onomastisch lediglich durch ein "z" am Ende des Vornamens abhebt. Lukasz Podolski ist ein - zumindest in Polen - bekannter Radrenndfahrer. Sein größter Erfolg war 2006 der Gewinn der Senegal-Rundfahrt, wodurch er in der Endwertung der UCI Africa Tour 2006 den 6. Platz belegte.

Groupie

Paris Hilton, millionenschwere Erbin eines Hotel-Imperiums, ist durch viele fragwürdige Aktivitäten bekannt geworden, darunter exklusive, dokumentarisch angehauchte Home-Videos, geschmacksneutrale sekthaltige Getränke in Dosen oder freizügige Modevorlieben in aller Öffentlichkeit. In einer deutschen TV-Show während der WM 2006 outete sie sich als glühende Anhängerin von Lukas Podolski. "I think Lukas Podolski is very good looking and he is an amazing player", antwortete sie piepsend auf die Frage, welchen deutschen Fußballer sie kenne.

Auszeichnungen

Für elaborierte und distinguierte Ausführungen gegenüber Sportjournalisten ist Podolski nicht gerade bekannt. Doch seine Aussage "So ist Fußball. Manchmal gewinnt der Bessere" wurde bei der Verleihung des Deutschen Fußball-Kulturpreises 2006 als "Fußballspruch des Jahres" ausgezeichnet. Darüberhinaus existieren zahlreiche Ehrerbietungen gegenüber seiner Person in musikalischer Form, die bekannteste ist wohl der "Lu-Lu-Lu-Lukas-Podolski"-Song eines gewissen Jürgen Milski, besser bekannt als "Big-Brother-Jürgen".

Spielkonsole

Podolski ist nicht nur ehemaliger Werbeträger einer bekannten Spielkonsole, sondern übt so häufig wie möglich selbst vor dem Bildschirm. "In der Nationalmannschaft haben wir eine 'Players Lounge', in der wir nach Herzenslust zocken können, wenn wir die Zeit dazu finden. Zuhause spiele ich oft gegen meine Freundin. Sie meint zwar, dass sie recht häufig gegen mich gewinnt, aber das sehe ich natürlich anders", sagt Podolski, der sich nun nur noch anlässlich von Länderspielen mit seinem Kumpel Bastian Schweinsteiger an der Konsole messen kann.

Polen

Lukas Podolski erblickte am 4. Juni 1985 im polnischen Gleiwitz das Licht der Welt und ist auch nach seinem Umzug nach Deutschland im Alter von zwei Jahren nach wie vor stolz auf seine Wurzeln: "Ich bin zwei bis drei Mal im Jahr in Gleiwitz und besuche dort meine Oma. Ich habe immer noch eine starke Bindung zu meinem Geburtsort und bin dort mittlerweile mindestens genauso bekannt wie in Deutschland." Podolskis Freundin Monika kommt ebenfalls aus Polen.




Zusammengestellt von Denis Huber