München - Ob links offensiv, rechts offensiv, in der Innenverteidigung oder eben rechts hinten - Kevin Großkreutz kann man fast überall einsetzen. Eigentlich nur als Aushilfe aufgrund von Verletzungssorgen auf die rechte Abwehrseite gezogen, spielte sich der Dortmunder in den Fokus und machte seinem Ruf als Allrounder einmal mehr alle Ehre.

Auch die User von bundesliga.de beeindruckte Großkreutz. Mit 47 Prozent der Stimmen wählten sie den 25-Jährigen zum "Außenverteidiger der Hinrunde". Trainer Jürgen Klopp lobte seinen Schützling als "taktisches Genie", was dieser in der Hinrunde mal wieder bewies.

Allrounder mit WM-Hoffnung

In einer ständig anders formierten Viererkette war der Ur-Dortmunder die eine Konstante. "Ich habe die rechte Verteidigerposition gut angenommen und zumindest keine schlechte Hinrunde gespielt", meint Großkreutz bescheiden. Besonders seine Laufleistung und der große Kampfgeist werden ihm hoch angerechnet, er will aber nicht nur darauf reduziert werden: "Mein Fußball ist mehr als nur malochen." Mit seinem Fußball empfahl er sich auch wieder für die Nationalmannschaft. "Ich würde mich riesig freuen, wenn ich in Brasilien dabei wäre", hofft Großkreutz noch auf den WM-Zug aufspringen zu können. Das soll mit Konstanz in der Rückrunde geschafft werden: "Ich kann mich nur durch meine Leistungen im Verein für die Nationalmannschaft empfehlen."

Mit einem Auge schaut der neue Rechtsverteidiger auch auf Konkurrent Philipp Lahm und ob dieser in der Nationalelf wie bei den Bayern ins defensive Mittelfeld vorrückt. "Es wäre möglich, dass sich meine Aussichten dadurch vergrößern würden", meint Großkreutz. Bei der Wahl zum "Außenverteidiger der Hinrunde" hat sich der Borusse gegen die Konkurrenz schon durchgesetzt und dabei auch einen Münchner hinter sich gelassen.

Österreichs Sportler des Jahres folgt

David Alaba glänzte ebenfalls, kommt mit 29 Prozent der User-Stimmen aber nur auf den 2. Platz. Der junge Österreicher ist in den letzten Jahren zum unumstrittenen Stammspieler im Starensemble der Bayern geworden. Auf der linken Abwehrseite hält Alaba seinem kongenialen Partner Franck Ribery den Rücken frei und sorgt auch in der Offensive für viel Wirbel. Zum dritten Mal in Folge wurde Alaba 2013 zu Österreichs Fußballer des Jahres gewählt und erhielt zudem den Titel als Österreichs Sportler des Jahres. Mit gerade mal 21 Jahren ist der Verteidiger im Nationalteam schon Führungsspieler, bei den Münchnern hat er bis 2018 verlängert.

Aufs Treppchen schafft es auch Oscar Wendt (elf Prozent), der mit den Gladbachern eine tolle Hinrunde spielte und mit seinem Team Tabellendritter in der Bundesliga ist. Hinter dem Schweden rangiert Ricardo Rodriguez auf Platz 4 (fünf Prozent), den er sich mit "anderen Außenverteidigern" (fünf Prozent) teilt. Sechster im Ranking ist Marcel Jansen mit drei Prozent aller Stimmen.

Sebastian Blome