Zusammenfassung

  • Deutschland ist für die WM 2018 qualifiziert

  • Viele Debütanten aus der Bundesliga kamen im letzten Jahr zum Einsatz

  • Löw: "Es wird das Allerschwerste, die übermenschliche Motivation wieder abzurufen"

Köln – Nun ist es amtlich: Die Deutsche Nationalmannschaft hat sich durch ein 3:1 in Nordirland vorzeitig für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland qualifiziert. Auch viele Debütanten aus der Bundesliga waren Garant für den ungefährdeten Durchmarsch in Gruppe C. Die Titelverteidigung wird indes eine schwierige Aufgabe für die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw.

"Es ist das Allerschwerste überhaupt, als amtierender Weltmeister und Confed-Cup-Sieger diesen Hunger und diese übermenschliche Motivation zu erhalten und wieder abzurufen", sagte Joachim Löw am Rande des WM-Qualifikationsspiels in Belfast gegen Nordirland, "das wird die große Aufgabe."

Frisches Blut durch Werner, Wagner, Stindl und Co.

Diese ist durch das "frische Blut", das er der Mannschaft im berauschenden Confed-Cup-Sommer zugeführt hat, nur scheinbar leichter geworden. "Wenn man sieht, was andere Nationen für großartige Spieler in ihren Reihen haben, dann weiß man, was für ein schweres Unterfangen das wird", betonte Löw.

Video: Werner vs. Stindl

Im vergangenen Jahr hat Löw zahlreiche Debütanten aus der Bundesliga in seine Mannschaft integriert. Dazu zählen etablierte Routiniers wie Lars Stindl von Borussia Mönchengladbach, Sandro Wagner von der TSG 1899 Hoffenheim oder Marvin Plattenhardt von Hertha BSC, aber auch hoch veranlagte Perspektivspieler wie Serge Gnabry (Hoffenheim), Benjamin Henrichs (Bayer 04 Leverkusen), Diego Demme (RB Leipzig) und natürlich dessen Mannschaftskamerad Timo Werner, der in seinen ersten acht Spielen gleich sechs Mal traf, nun aber wegen einer Halswirbelverletzung zum Pausieren gezwungen ist.

Auch Götze wird bald zurückkehren

Löw sieht es auch als seine Aufgabe, das zu ändern, seine Mannschaft noch schlagkräftiger zu machen. Deshalb will er zum Jahresabschluss im November lange verletzte Spieler wie Mario Götze zurückholen und den ein oder anderen Kandidaten testen. Bis in den Spätherbst soll auch die Quartiersfrage geklärt sein und spätestens nach der WM-Auslosung am 1. Dezember öffentlich gemacht werden.

Video: 7 Spieltage - 7 Traumtore

Im März will Löw seine Mannschaft dann bei den Länderspielen gegen die früheren Weltmeister Spanien und Brasilien auf den Ernstfall einstimmen. Verglichen mit der EURO 2016 wähnt er sie in einem entscheidenden Punkt einen großen Schritt weiter. "Bei der EM benötigten wir noch zu viele Chancen für unsere Treffer", sagte er in Belfast über den aus seiner Sicht entscheidenden Faktor für das Halbfinal-Aus gegen Frankreich (0:2), "seitdem ist unsere Effizienz viel besser geworden". Wenn der Spielaufbau der Mannschaft passe, sei es sogar "egal", wer stürme, "dann sind wir immer torgefährlich".

Mit Material vom SID