Hamburg - Für Nationaltorhüter Rene Adler und den Hamburger SV ist es "eines der wichtigsten Spiele in den letzten Jahren", für Torjäger Klaas-Jan Huntelaar vom FC Schalke 04 geht es darum, eine "Katastrophe" zu verhindern. Wenn die "Königsblauen" am Sonntag die Hanseaten empfangen (ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio), ist der Kampf um Europa in vollem Gange.

Fünf Clubs kämpfen derzeit um drei Plätze, die zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigen. Schalke will Rang 4 und die damit verbundene Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation nicht mehr hergeben. Die Gelsenkirchener könnten aber auch noch komplett aus den Europacup-Rängen rutschen.

HSV bangt um van der Vaart



"Ich wünsche mir einen Sieg, das ist doch klar. Wir sind immer noch diejenigen, die über dem Strich stehen und es selbst delegieren können", erklärte Sportdirektor Horst Heldt am Freitag, warnte aber auch vor dem HSV. "Sie werden uns das Leben schwer machen, wir müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht unter die Räder kommen."

Allerdings bangen die Hanseaten vor dem Spiel auf Schalke um ihren Kapitän. Rafael van der Vaart musste das Abschlusstraining am Samstag aufgrund muskulärer Probleme vorzeitig beenden. Dennoch reiste der Niederländer mit dem Team nach Gelsenkirchen - ob er auflaufen kann, entscheidet sich kurzfristig.

Huntelaar wieder fit



Die "Knappen" können dabei wohl wieder auf Huntelaar setzen. "Er präsentiert sich im Training sehr gut und macht einen fitten Eindruck. Er ist eine Option für die Startformation", sagte Trainer Jens Keller, der abgesehen von den langzeitverletzten Kyriakos Papadopoulos, Ibrahim Afellay und Chinedu Obasi auch auf den gesperrten Marco Höger und Jefferson Farfan (Faserriss) verzichten muss.

Der HSV, nach dem 2:9 beim FC Bayern München Ende März von vielen bereits abgeschrieben, hat sich im Schneckenrennen um Europa nicht abschütteln lassen. Nach zwei Siegen in Folge glauben die "Rothosen" wieder an ihre Qualitäten. Für den zuletzt formstarken Kapitän Rafael van der Vaart ist sogar das Erreichen der Qualifikation zur "Königsklasse" kein utopisches Ziel.

HSV will Platz 4



"Wenn wir am Sonntag bei Schalke 04 gewinnen sollten, darf man ein bisschen daran denken", sagte der Mittelfeldspieler. Im Erfolgsfall hätten die Hamburger (8.) dann die Schalker (4.) in der Tabelle überflügelt. Damit dies gelingt, muss aber trotz der Erfolge beim 1. FSV Mainz 05 und gegen Fortuna Düsseldorf (jeweils 2:1) eine spielerische Steigerung her.

Rene Adler ist sich sicher, dass seine Mannschaft die Vorgaben von Chefcoach Thorsten Fink konzentriert umsetzen wird. "Schalke hat mehr Druck als wir, und wir können entspannt dahin fahren", meinte der Keeper: "Ich bin überzeugt, dass wir punkten werden. Wo es dann mit uns hingeht, kann man der Tabelle entnehmen."

Nicht helfen können bei diesem Unternehmen die gesperrten Dennis Diekmeier und Maximilian Beister sowie Milan Badelj (Adduktorenzerrung) und Marcus Berg (Hüft-OP).



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